Kinder leisten Großartiges

Gedanken zum Weltkindertag von Dr. Martina John

Die Ernährungssituation in Afrika ist verheerend. In Ländern wie dem Südsudan oder Nigeria sterben immer mehr Kinder an den Folgen des Hungers. Nach UNICEF Angaben trifft es alle 10 Sekunden ein Kind. Die UN erklärt, dass auch die Corona-Pandemie durch Nahrungsmittelknappheit in betroffenen Regionen zu einer erhöhten Zahl von Hungertoten der βKinder führen wird. In Afghanistan dürfen Mädchen nicht mehr zur Schule gehen, Jungs droht die Zwangsrekrutierung für den Kampf. In Peru sind die staatlichen Schulen geschlossen, obwohl die Corona-Inzidenz niedrig ist. Es scheint, dass man nach strengem Lockdown und regelrechtem Einsperren der Kinder über Monate immer noch nicht verstanden hat, dass Kinder soziale Kontakte brauchen und lernen wollen. Wohin wir schauen, Katastrophenmeldungen, besonders traurig für die zukünftigen Generationen!

Da ermutigt ein Artikel aus der ZEIT (26.8.2021) unter dem Titel: Wir bauen eine Welt, wie sie uns gefällt – in Anlehnung an Pippi Langstrumpfs bekannten Ausspruch. Und es wird berichtet von den Fluthelferinnen Lumen(8) und Mia (9), die durch eine Backaktion und Straβenverkauf 17.000 Euro für die Flutopfer erwirtschaftet haben; von Solli (16) aus Australien, der durch seine Gedichte zu den Themen Klimawandel und Ungerechtigkeiten in dieser Welt aufrüttelt; von Olivia (17) aus den USA, die jeden Morgen um 5 Uhr aufsteht, internationale Nachrichten liest und sie dann in ihrem Newsletter „The Cramm“ so geschickt zusammenfasst, dass auch Otto-Normalverbraucher Politik spannend finden können; Paul (15) aus Beuron hat eine Art Ölfabrik aus Saaten gegründet und zum Familienunternehmen expandiert; Leni (12) aus Düsseldorf saβ im Kinderparlament ihres Stadtteils, organisierte einen Dreck-Weg-Tag und setzt sich für Kinderrechte ein; José Adolfo (16) aus Arequipa, Peru hat tatsächlich eine Kinderbank geschaffen, wo Kinder auf ihren eigenen Konten sparen können; Maria (12) aus Barbados, einer Insel in der Karibik, liegt nicht faul am feinen Sandstrand, sondern hat einen You-Tube-Kanal mit dem Namen: „ Little Thoughts on Big Matters“ und zeigt darauf, wie jeder einen Teil dazu beitragen kann, dass die Erde gesund bleibt; Kai (20) aus Berlin hat sich eine App gegen Mobbing in den Schulen ausgedacht.

Das sind doch tolle Beispiele, die zeigen, dass jeder zählt! Ein afrikanisches Sprichwort sagt, wenn du denkst, dass du zu klein bist, um einen Unterschied zu machen, hast du noch keine Nacht mit einem Mosquito verbracht. Und so ist es auch. Wir erhoffen uns oft einen Wandel von oben, aber tatsächlich kommen die meisten Veränderungen von der Basis. Die Diospi-Suyana-Kinderclubs in Curahuasi haben wieder angefangen – zwar nur drauβen, mit Masken und Hygieneauflagen, aber immerhin! Und die Kinder freuen sich aufs Spielen, Lernen, Singen und Basteln. Sie hören von Gottes Liebe und dass Gott etwas Besonderes mit ihnen vorhat. Vielleicht bastelt hier gerade der zukünftige Bürgermeister (unten rechts) oder es lachen zwei unbestechliche Juristinnen oder eine Ärztin überlegt, wie sie die Gesundheitssituation auf dem Land verbessern kann (unten links) oder eine hervorragende Köchin verteilt demnächst gutes Essen an Bedürftige oder…

Ein zukünftige Ärztin?
Der zukünftige Bürgermeister?

Der Lernvers an diesem Samstag war der bekannte Bibelausspruch aus Johannes 3,16: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat (Einheitsübersetzung).

Hoffnung, die uns antreibt und motiviert. Und mit Gottes Hilfe machen wir eine Welt, widdewidde-wie-sie-uns-gefällt. /MJ