Dr. Denis Mukwege – Friedensnobelpreisträger 2018

Der Gynäkologe Dr. Mukwege hat unzähligen Frauen geholfen nach sexueller Gewalt und Verstümmelung wieder ein würdevolles Leben zu führen. Er gehört zu den wenigen Persönlichkeiten, die vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen sprechen durften. Seine Autobiographie „Meine Stimme für das Leben“ (Brunnen Verlag) lässt tief in das Herz dieses bedeutenden Mannes blicken.

„Für weite Teile der (kongolesischen) Bevölkerung ist es allein der Glaube an eine übernatürliche Macht, der sie davor bewahrt, in völliger Hoffnungslosigkeit zu versinken.

Für die Menschen im Westen hat Gott in dem Maß an Bedeutung verloren, in dem sie sich wirtschaftlich entwickelten und reicher wurden. Doch kaum ereignet sich eine Naturkatastrophe oder ein Terroranschlag, werden die Menschen wieder an ihre Zerbrechlichkeit erinnert. Sie denken, alles Nötige für ihre Sicherheit getan zu haben, und müssen einsehen, dass es nicht genug war…

…Selbst wenn ich nicht in einem christlichen Umfeld aufgewachsen wäre, wäre ich früher oder später zu der Überzeugung gelangt, dass ich jemanden brauchte, der über mir wacht. Die allermeisten Menschen in unserer Region (Afrika) verspüren dieses Bedürfnis nach einem beständigen Schutz. Wenn Gott bei uns auf dieselbe Weise verleugnet würde wie in manchen westlichen Ländern, dann würden wir unsere letzte Zuflucht verlieren!“ Denis Mukwege

Und viel Applaus von den Patienten

Bei Diospi Suyana ist es üblich die neuen freiwilligen Mitarbeiter am Ende eines Morgengottesdienstes vorzustellen. Gestern war dieser besondere Anlass wieder gegeben. Außer der Peruanerin Dr. Herrera haben alle Frauen zunächst in einer Sprachschule Spanisch gebüffelt. In dieser Woche beginnt ihr offizieller Dienst am Krankenhaus. Dr. Martina John wünschte den Kolleginnen Gottes Segen für ihren Einsatz in Curahuasi. Die Missionarinnen werden vom Hospital Diospi Suyana nicht bezahlt, sondern leben von einem Freundeskreis.

(V.l.n.r.) Dr. Martina John; Ärztin Dr. Lincy Herrera; Physiotherapeutin Paola Busch, Membercare-Beauftragte Marion Hofmann, Verwaltungsfachfrau Jenny Frank und MRTA Melanie Friesen.

Sonnenschein während des Gottesdienstes

Gute Musik am Anfang der Morgenandacht

Anna Maike und Lukas Schüler haben einen besonderen Draht zu Diospi Suyana

Sie hatten sich per E-Mail angekündigt und vor einigen Tagen saßen sie bei mir im Büro. Vor fast 11 Jahren wohnte Anna Maike, damals ein junges Mädchen, einem Vortrag über Diospi Suyana bei. Ich erzählte in Laubach in einem kleinen Kreis von interessierten Leuten, was es mit dem Missionsspital in Peru auf sich habe. Die kleine Anna Maike war zutiefst berührt. „Jener Abend“, sagt sie heute, „war maßgeblich dafür verantwortlich, dass ich Krankenschwester wurde!“

Seit einigen Monaten engagiert sich Lukas an einem christlich-humanitären Projekt in Ecuador. „Ich wollte meinen Bruder unbedingt besuchen“,  erläutert Maike den Grund ihrer Stippvisite, „und bei dieser Gelegenheit bot sich ein Abstecher zum Hospital Diospi Suyana natürlich an!“ Die 2500 Kilometer von Ecuador nach Peru waren sozusagen nur ein Katzensprung.

„Maike würdest Du gerne mal bei uns mitarbeiten?“, frage ich die gebürtige Hessin. „Na klar“, antwortet sie und lacht. /KDJ

Bunt, kreativ und peppig

Der Mensch plant und lebt sein Leben in Projekten: Projekt Abitur, Projekt Studium, Projekt Karriere, Projekt Familiengründung, etc. Eigentlich ist das Leben selbst ein Projekt.

Diesem Umstand trug der fünfte Geburtstag der Diospi-Suyana-Schule Rechnung. Die Kinder aus Kindergarten, Grund- und Sekundarschule stellten Projekte aus, die sie in den vergangenen vier Tagen erarbeitet hatten. Die Projektwoche wählte in diesem Jahr einen innovativen Ansatz. Es bildeten sich 17 Schülergruppen über alle Klassen- und Altersgrenzen hinweg. Sie beschäftigten sich u. a. mit Vogelkunde, Tierschutz, Aquarellmalerei, Schach und Robotik. Andere untersuchten lokale Mythen und Legenden.

Da für Gott die Rettung der Menschen auch ein Projekt ist, formierte sich unter Leitung des Schulpastors eine kreative Truppe, die Gleichaltrigen an anderen Schulen das Projekt „Jesus“ nahe brachte. Die Lieder und Pantomime waren verständlich und wirkten überzeugend.

Die Jubiläumsfeier bestand am letzten Freitag aus der Präsentation dieser Projekte. Eltern, Verwandte und Freunde bestaunten in den Klassenräumen die bunte Vielfalt der Ergebnisse. Das zweistündige Abendprogramm in der vollen Turnhalle wurde von Schülern und Lehrern gestaltet. Die Begeisterung der Zuschauer entlud sich regelmäßig in lautem Applaus.

Wir danken Gott für unsere talentierten Schüler und engagierten Lehrer. Der Segen von oben liegt sichtbar auf unserer Schule.

Noch eine Randnotiz: Wie jedes Jahr ist es schwer, wieder zum ganz normalem Unterricht zurückzukehren. Meine Hoffnung als Schulleiter ist, dass der Projektansatz auch im Schulalltag mehr Fuß fasst. Mit genau dieser Zielsetzung haben wir die Lehrer im Februar ausgebildet. /CB

Sie hat eine Menge über Vögel gelernt.

Ein Schachspiel im Klassenraum

Dieser Schüler kennt viele Fakten über die Kultur von Sondor (5 Stunden von Curahuasi entfernt).

Direktor Christian Bigalke begrüßt alle Anwesenden.

Folkloretanz der Schüler

Eine Bombenstimmung am Abend

Auch einige Lehrer präsentierten einen Tanz.

Blick ins Publikum

Gewusst wie

Ein junger Mann kam in die Ambulanz und klagte über Rachenscherzen. Nach eigenen Angaben hätte er sich eine Woche zuvor beim Verzehr eines Fisches verschluckt. Beschwerden dieser Art sind häufig. Bei der Untersuchung findet sich aber nur selten eine Fischgräte im Hals. Oft rührt das Fremdkörpergefühl von einer Verletzung durch die Gräte, die aber längst im Speisebrei dem Magen zugeführt wurde.

In diesem Fall wollte Dr. Martina John der Sache auf den Grund gehen. Mit kräftiger Unterstützung durch die Krankenschwestern Ruth und Maribel inspizierte die Ärztin den Rachen mit einem Video-Laryngoskop. Und tatsächlich konnte sie das Corpus Delikti in den hinteren Schleimhautfalten identifizieren. Mit einer langen Magill-Zange gelang es, die Gräte zu entfernen.

Wie das Bild unten zeigt, freute sich nicht nur der Patient über den geglückten Eingriff.

Die Krankenschwestern Ruth und Maribel bei der Arbeit in der endoskopischen Abteilung

Dr. Jens Haßfeld zum fünften Mal erfolgreich

Unser Gynäkologe ist nicht nur ein genialer Operateur mit rund 3.200 durchgeführten Operationen am Hospital Diospi Suyana, sondern auch ein begnadeter Antragsteller. Sein jüngster Projektvorschlag fand die volle Zustimmung der Else Kröner-Fresenius Stiftung.

Ausbildung peruanischer Assistenzärzte Fachbereich Gynäkologie mit Operationstraining Vaginalchirurgie und Fachbereich Anästhesie Erlernen ultraschallgesteuerter Regionalanästhesie

Ein Banner im Konferenzsaal zeigt Dr. Haßfeld beim Operieren

Die folgende Liste zeigt die genaue Verwendung der genehmigten Gelder.

  •  22.900 Euro für den Kauf von zwei Ultraschallgeräten der Marke Philips
  •  8.100 Euro für die Übernachtungs- und Verpflegungskosten von 54 Assistenzärzten, die in
    den nächsten Jahren in den Bereichen Anästhesie und Gynäkologie am Missionsspital
    mitarbeiten werden
  •  48.500 Euro Behandlungskosten für alle Geburten der kommenden drei Jahre
  •  17.000 Euro Zuschuss Behandlungskosten Gynäkologie
  •  100 Euro Materialkosten für Spezialnadeln, die in der Ultraschall-gesteuerten
    Regionalanästhesie zum Einsatz kommen
  •  600 Euro für die Akreditierung der geplanten Operationskurse bei der Ärztekammer
  •  600 Euro Reisekosten  (3 geplante Besuche der Universität Cayetano)
    .
    Wir danken der Else Kröner-Fresenius Stiftung auf das Herzlichste für die großzügige Unterstützung und zeigen dem Gynäkologen einen erhobenen Daumen.

 

Wer regelmäßig die Bauberichte liest, weiß mehr

Liebe Leser des Bauberichts, wie schon im letzten Baubericht angedeutet sind wir vergangenen Donnerstag mit dem Betonieren des ersten Deckenabschnitts nicht fertig geworden. Die Betonkubatur war einfach zu groß und es gab zu viele Unterbrechungen durch den mehrmaligen Ausfall der Betonwinde. Am Freitagmorgen ging das Betonieren dann reibungslos von der Hand und gegen 11.00 Uhr war alles erledigt.

Die Stützen auf dem betonierten Teil der Decke sind bewehrt und Schalungen für den Stützenquerschnitt 24 x 24 cm bzw. 35 x 24 cm sind angefertigt. Die ersten drei Stützen werden gerade eingeschalt. Nach dem Betonieren können wir mit den Mauerarbeiten im Obergeschoss beginnen.

Im vorderen Teil des Gebäudes werden weitere Deckenfelder eingeschalt. Wenn es gut läuft und wir mit dem Verlegen der Eisen nachkommen, können wir vielleicht im Laufe der nächsten Woche den zweiten Deckenabschnitt betonieren.

Der etwas komplizierte Decken – Versatz in der Süd-Ost-Ecke des Gebäudes ist inzwischen auch eingeschalt und wird gerade bewehrt. In dieser Ecke wird später die Wendeschleife für die barrierefreie  Auffahrt zum Obergeschoss ausgebildet.

Liebe Grüße und eine gesegnete neue Woche wünscht, Udo

Stützenschalungen werden gezimmert.

Zum leichteren Stellen der Stützenschalung wird ein Anschlag vorbetoniert.

Die ersten Stützen im OG werden eingeschalt.

Für die Deckenschalung werden Rundhölzer vorbereitet.

Ein weiteres Deckenfeld ist eingeschalt.

An dieser Stelle befindet sich demnächst die Aufgangstreppe zum OG

Der Deckenversatz für den Toilettenbereich wird geschalt.

Der-um-37-cm-tiefer-liegende-Deckenbereich-wird-bewehrt

Der um 37 cm tiefer liegende Deckenbereich wird bewehrt.

Iranische Christin schwebt in großer Gefahr

Mahsa ist iranische Staatsangehörige. Im November 2015 floh die damals 34-Jährige aus dem Iran nach Deutschland und stellte einen Asylantrag. Der Grund: In ihrer Heimat hatte sich die junge Frau dem Christentum zugewandt und war deshalb angezeigt worden. Einer ihrer Brüder ist im Iran Mitarbeiter der Religionspolizei, ein weiterer Bruder arbeitet in der Regierung des Landes. Die Brüder und der eigene Vater bedrohten die junge Frau mit dem Tod. Auch ihr Verlobter wandte sich wegen des Übertritts zum Christentum von ihr ab. Aus Angst vor der eigenen Familie gibt sich die junge Frau selbst hier in Deutschland nicht zu erkennen. (Deshalb ist ihr Name verändert)

Gegen die drohende Abschiebung der jungen Christin in den Iran erhebt sich Widerstand in den christlichen Gemeinden in Mittelhessen. Am 15. Juni wollen Christen aus dem Lahn-Dill-Kreis gemeinsam als „Christliche Initiative Herborn“ mit einer Gebetskundgebung in Herborn auf das Schicksal der jungen Frau aufmerksam machen. Christen unterschiedlicher Denominationen werden sich um 11 Uhr am Kirchberg vor der Evangelischen Kirche versammeln und anschließend zum Marktplatz der Stadt ziehen. Die Lage von Mahsa ist sehr ernst, denn im Iran steht auf Abfall vom muslimischen Glauben die Todesstrafe.

Wir bitten um Ihre Solidarität: Kommen Sie am Samstagmorgen um 11 Uhr zur Evangelischen Kirche in Herborn/Hessen! (Quelle: pro)

Interferenzen zwischen unserem Sendeturm und Ayaviri

Die Mitteilung des Ministeriums für Transport und Kommunikation kam denkbar spät. Ein Techniker aus Lima würde unsere Sendeanlage in Puno überprüfen. Doris Manco, Leiterin unseres Medienzentrums, musste am Sonntag völlig unplanmäßig nach Puno reisen, um Ingenieur Alejo am Montagmorgen willkommen zu heißen. Die reine Fahrtzeit dauert in eine Richtung zehn Stunden.

Wie sich herausstellte, ist die Qualität unserer Antennen in Puno so gut, dass wir mit der erlaubten Potenz bis zum Distrikt Ayaviri im Bundesstaat Cusco reichen, 138 km entfernt.

Ziehen wir mit dem Zirkel einen Kreis mit Puno als Mittelpunkt, ergibt sich, dass auch einige Gegenden von Bolivien das Radio von Diospi Suyana hören können. Definitiv eine gute Nachricht.

Die Reichweite unseres Sendeturms ist überraschend groß. Rechts verläuft die Grenze zwischen Peru und Bolivien quer durch den Titicacasee.

Eine geballte Ladung Kompetenz

Alle sechs Wochen schlägt die Stunde der „Junta Directiva“ Die Abteilungsleiter treffen sich am schwarzen Tisch und diskutieren manchmal bis spät in die Nacht hinein. Jeder kommt zu Wort und jeder hat auch etwas zu sagen. Für Wasser, Tee und Kaffee ist gesorgt.

(V.l.n.r) Dr. Jens Haßfeld: Der Gynäkologe lebt seit 12 Jahren in Curahuasi. Schon beim ersten Spatenstich im Mai 2005 feierte er mit. Also ein Pionier der ersten Stunde. Der Baden Württemberger ist stellvertretender Krankenhausdirektor und Mitglied der Feldleitung.

Damaris Haßfeld: Die Mutter von vier Kindern leitet seit drei Jahren das wachsende Kontingent der Krankenschwestern. Zaubert aus jedem Tag mehr als 24 Stunden.

Dr. Martina John: Gründerin von Diospi Suyana, Co-Direktorin des Spitals und Leiterin der Missionsstation. Von Beruf ist die Wiesbadnerin eine leidenschaftliche Kinderärztin.

Dr. Klaus-Dieter John: Gründer von Diospi Suyana, Direktor des Spitals und Leiter der Missionsstation. Der Deutsch-Peruaner ist oft unterwegs.

Dr. Thomas Tielman: Der Gefäßchirurg mit der ruhigen Hand und dem sicheren Auge hat eine lange Perspektive am Hospital Diospi Suyana. Er rückte unlängst in die Feldleitung auf.

Steven de Jager: Verwaltungschef aller Einrichtungen. Der Niederländer behält stets den Überblick und vermeidet rote Zahlen.

Oebele de Haan: Als Chef der Werkstätten ist er an vielen Bauaktivitäten und Reparaturen beteiligt. Auch er trägt einen niederländischen Pass. Spricht vier Sprachen und hat viele gute Ideen. Arbeitet knackehart.

Sobald das Thema auf die Schule kommt, darf natürlich Direktor Christian Bigalke nicht fehlen. Am gestrigen Abend wurden allerdings nur Belange des Spitals besprochen. Die Sitzung beginnt und endet immer mit einem Gebet.

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