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Radio Diospi Suyana

Ein ergreifender Moment auf dem Totenbett

Gestern um 7:04 Uhr starb der Vater von Doris Manco

Am Samstag um kurz nach 17 Uhr ging das Radio Diospi Suyana in der Provinz Andahuaylas auf Sendung. Im Tal erkennt man unterhalb unserer Antennen die Ausläufer der Großstadt. Alle 100.000 Bewohner eines ganzen Landstrichs können sich ab sofort auf 96,1 FM zuschalten.

Eine Minute später verschickt Doris Manco, die Leiterin unseres Medienzentrums, die gute Nachricht an viele Freunde. Auch ihr alter Vater in Lima hört die Stimme seiner Tochter im Lautsprecher eines Handys. Er liegt im Bett und kann sich kaum noch rühren. Es sieht so aus, als würde er den Kampf gegen seine Krebserkrankung bald verlieren. Aber seine Sinne sind noch hellwach. Die Begeisterung von Doris, die in der WhatsApp deutlich wird, steckt auch ihn an. Er freut sich mit. Vielleicht ist das in diesem Augenblick die letzte große Gefühlswallung seines Lebens. Seit drei Jahren hat er seine Tochter immer wieder ermutigt für Diospi Suyana in Curahuasi zu arbeiten. “Das ist genau der richtige Platz für dich!”, hatte er stets gesagt.

Als am nächsten Morgen der Tag anbricht, stirbt er.

Diospi Suyana möchte die beste Botschaft, die es gibt, über Satellit und Radiotürme weitergeben. Uns geht es um viel mehr als Unterhaltung oder Aufklärung. Jesus sagte: “Wer an mich glaubt, der wird leben, selbst wenn er stirbt!” In Anbetracht des Todes von Doris Vater gewinnt diese Aussage eine besondere Bedeutung. Der gläubige Christ Armando Manco wird seine Tochter wiedersehen und sie ihn. Es gibt keinen besseren Trost als die Worte Christi.

Deshalb trafen sich die ersten Christen sonntags zu ihren Gottesdiensten und nicht wie bei den Juden üblich am Samstag. Am ersten Tag der Woche hatte Jesus sein Grab verlassen. Und ihre Begegnung mit dem Auferstandenen veränderte alles: Ihre Perspektive von diesem Leben und vom kommenden jenseits des Todes. Die 11 Jünger Jesu waren auf Grund dieser Erfahrung sogar bereit in Asien, Afrika und Europa als Märtyrer zu sterben. Thomas ließ sein Leben in Indien, Petrus in Italien und Jakobus in Jerusalem.

Seit 2000 Jahren setzen Abermillionen Menschen ihre ganze Hoffnung auf dieses Ereignis, die Auferstehung ihres Herrn. Wir alle von Diospi Suyana wünschen Doris unser herzliches Beileid und warten mit ihr auf den Himmel. /KDJ

Archivfoto vom 2. September 2016. Doris Manco vor dem Logo unseres Medienzentrums. Genau über ihrem Kopf steht geschrieben: “Mit der besten Botschaft für die Welt!” (Con el mejor mensaje al mundo)