
Das dritte Weihnachtsfest der Familie Welch in Peru
Sechs Kinder der Welchs spielen bei uns auf dem Hof. Am Tisch sitzen Chris und Sandi mit ihren ältesten Söhnen Jake und Sam. Satelliten-Experte Chris erzählt aus seiner Vergangenheit: „28 Jahre habe ich in Australien für kommerzielle TV-Kanäle gearbeitet. Oft war ich eingeladen, wenn alte Kollegen ihren Ruhestand feierten. Meist stellte die Geschäftsleitung dann noch die Frage nach den Highlights im zurückliegenden beruflichen Leben. Die Antworten, die ich hörte, haben mich ziemlich desillusioniert. Es waren absolute Nichtigkeiten. Und diese Erinnerungen sollten wirklich Höhepunkte in einer langen Karriere gewesen sein? Mir wurde klar, dass wir unser Leben verschwenden können, ohne unsere Welt auch nur um einen Deut zu verbessern. Jetzt als Missionar weiß ich genau, für was ich arbeite. Ich trage mit meinem Know how dazu bei, die gute Nachricht des Glaubens in Peru zu verbreiten!“
Heilig Abend 2018. Wenn es stimmt, dass Gott mit dem Kind in der Krippe die größte Rettungsaktion der Menschheitsgeschichte einleitete, dann muss sich jeder von uns eine Frage stellen: „Für was lebe ich? Nur für mich selbst oder trage ich dazu bei, dass Gottes Auftrag in dieser Welt umgesetzt wird?“
Im dritten Buch über Diospi Suyana wird auch die Geschichte der australischen Familie Welch dokumentiert werden. Nach einer erfolgreichen Karriere auf dem grünen Kontinent, reisten Chris und Sandi im Mai 2016 mit ihren acht Kindern nach Peru. Vier Radiotürme unserer Mission hat der Mann aus Sydney für Diospi Suyana bisher an einen Satelliten im All angeschlossen. Hunderttausende Peruaner können nun „die beste Nachricht, die es gibt“ also die Weihnachtsbotschaft hören.
Der Australier ist vom Sinn seiner Tätigkeit in Peru überzeugt. Und nun zur Erinnerung. Am 1. Juli ging unser Turm in Puerto Maldonado auf Sendung. Zwei Tage später rief im Morgengrauen ein junger Mann bei uns im Studio an. Er hatte sich wegen einer Familientragödie Minuten zuvor mit seiner Dienstpistole eine Kugel in den Kopf jagen wollen. Doch dann hörte er das Radio von Diospi Suyana und schöpfte Hoffnung. Die Pistole blieb am Gürtel./KDJ










