
Baustelle Gebiss
Normalerweise ruht am Wochenende die Arbeit in der Diospi-Suyana-Zahnklinik. Doch am Samstag versammelte sich am frühen Morgen das ganze Team von Zahnärzten, Zahntechnikern und Zahnarzthelferinnen um einen Zahnarztstuhl. Das Thema der Fortbildung lautete: „Digital Abformen im Mund“.
Zahnärztin Natalie Valdivia präparierte den betroffenen Schneidezahn des Patienten für die nachfolgende Versorgung mit einer Krone. Danach übten die Teilnehmer das Scannen des Mundes mit einer digitalen Aufnahmeeinheit. In Sekundenschnelle gelangten die Daten über das Internet in unser Dentallabor. Die Modellierung der Krone geschah direkt am Bildschirm. Zahntechnikermeister Tibor Minge und seine Kollegin Elisabeth Franke überwachten mit Argusaugen jeden Arbeitsschritt auf das Sorgfältigste. Eine CAD-CAM Maschine fräste computergesteuert aus einem Keramik Kubus die individuelle Krone. Das Endprodukt wurde von Dr. Valdivia einzementiert. So weit so gut.
Der Patient ging am Mittag dankbar nach Hause. Die Mitarbeiter hatten ihre Technik verfeinert und Zahnarzt Nikolaus von Abendroth, der den Kurs leitete, war mit den Fortschritten seiner Leute hochzufrieden.
Kaum ein Missionsspital auf der Welt kann hochwertigen Zahnersatz für arme Patienten anbieten. Bei Diospi Suyana ist das möglich. Wieso eigentlich? Die meisten Geräte in unserer Dentalklinik erhielten wir als Spenden. Viele Materialien werden uns von Firmen zum Nulltarif zur Verfügung gestellt. Und viele Missionare wie in diesem Fall Dr. von Abendroth, Tibor Minge und Elisabeth Franke werden durch private Freundeskreise unterstützt. Das all dies möglich ist, werten wir als einen Hinweis auf den Segen Gottes.













