“Bis wir uns wiedersehen!”

Aber wann und wo?

Der Vortrag der Missionsärzte John ist längst zu Ende. Ein kleiner Kirchenchor singt zum Abschied ein irisches Segenslied. “Und bis wir uns wiedersehen, und bis wir uns wiedersehn, möge Gott seine schützende Hand über dir halten!” Die Melodie geht ins Ohr und der Text ins Herz. Einem Impuls folgend zücke ich mein Handy und mache schnell ein Bild.

Im Anschluss an den Gottesdienst spricht mich ein netter Herr an, der mir einige Details aus seiner Familiengeschichte erzählt. Schließlich reichen wir uns die Hände und sagen tschüss. “In fünf Jahren sehen wir uns, wenn wir wiederkommen!”, bemerke ich heiter. – “Nein, wir sehen uns nicht wieder!”, lautet die unerwartete Antwort des Berliners. Ich werde hellhörig. “Und warum nicht?”, will ich wissen. – “Ich habe Lungenmetastasen von einem Blinddarmkarzinom!”

Wir schweigen und sehen uns in die Augen. Dabei sinniere ich über die hammerharte Bedeutung seiner Worte. Vielleicht hat er vordergründig recht und ein weiteres Treffen ist für uns beide in dieser Welt nicht mehr möglich. Aber die Bibel sagt, dass alle, die ihr Vertrauen auf Jesus Christus setzen, sich auf der anderen Seite des Vorhangs doch wiedersehen werden. Und zwar 100 Pro!

Mario J. eingerahmt von den Missionsärzten John
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