Facebook | 

Radio Diospi Suyana

Warum steht das Hospital Diospi Suyana plötzlich im Zentrum der Aufmerksamkeit?

Viele Gründe spielen eine Rolle

In den letzten drei Monaten hat sich das Hospital Diospi Suyana auf die Krise vorbereitet. Tägliche Schulungen haben das Personal auf den Ernstfall eingestellt. Die Sauerstoffanlage wurde verbessert, Beatmungsgeräte angeschafft und die Labormöglichkeiten ausgebaut. Schutzkleidung und Medikamente liegen bereit. Wir befürchten, dass die Regierungskrankenhäuser in Apurimac ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. In Peru wird oft viel geredet, aber wenig gehandelt. Obwohl die medizinischen Einrichtungen des Staates viel größer sind, schauen plötzlich alle auf Missionsspital.

Als die Missionsärzte John am letzten Freitag verkündigten, dass der Kooperationsvertrag mit der Landesregierung wegen deren permanenter Unzuverlässigkeit zum Scheitern verurteilt wäre, passierte etwas höchst Erstaunliches.

Das ganze Land nahm Anteil an diesem Schauspiel. Bis gestern Abend haben 1,1 Millionen Peruaner die Webseiten unserer Mission in den sozialen Medien besucht. Auf eine unglaubliche Weise hat sich der Frust der Menschen über das insuffiziente Gesundheitssystem des Staates entladen. In vielen Kreisen der Hauptstadt Lima wurde die karitative Arbeit von Diospi Suyana einerseits und die fehlende Professionalität der Landesregierung andererseits zum Thema.

Gestern trafen Dr. John und Verwaltungsleiter Steven de Jager nach 18 Stunden Fahrt in Lima ein. In dieser Woche stehen viele Sitzungen mit Politikern und Medienvertretern an. Auf dieser Webseite werden wir über die Begegnungen berichten.

Das untenstehende Bild schickte uns ein Peruaner. Es beschreibt die Situation sehr treffend: Die Missionsärzte John erklären im Radio, dass bei Diospi Suyana die Geduld erschöpft ist. Rechts warten Quechua-Indianer vor dem Krankenhaus in einer langen Schlange auf ihre Behandlung. Links schickt die Gesundheitsbehörde DIRESA ihre vielen leeren Versprechungen wie Luftballons in den Himmel.

Moralische Unterstützung für Diospi Suyana von allen Seiten.
1 Antwort