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Radio Diospi Suyana

Sanfte Fahrstuhlmusik kann uns nicht retten

Wir brauchen kein frommes Gefühl, sondern Fakten

Die Zeit der Weihnachtslieder ist angebrochen. All über all kann man die alten Melodien wieder hören. Kindheitserinnerungen werden wach. Damals, als die Eltern noch lebten und wir mit großen Augen das Wohnzimmer betraten, da schlugen unsere Herzen höher.  Bei uns zu Hause wurde auch die Weihnachtsgeschichte gelesen und zwar nach Lukas 2. Der Arzt und Historiker schrieb: “Plötzlich erschien ein Engel des Herrn in ihrer Mitte. Der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Die Hirten erschraken, aber der Engel beruhigte sie: “Habt keine Angst”, sagte er, “Ich bringe eine gute Botschaft für alle Menschen! Der Retter – ja, Christus, der Herr – ist heute Nacht in Bethlehem der Stadt Davids, geboren worden!”

Retter? Was soll das heißen? Brauchen wir denn Erlösung?

Gestern fand in Curahuasi eine Beerdigung statt. Hunderte Menschen hatten sich in den langen Zug auf dem Weg zum Gottesacker eingereiht. Im Sarg lag eine Frau, die die 28 Jahre noch nicht überschritten hatte. Die Mutter eines Babys war einer schweren Krankheit erlegen. Vor zwei Jahren arbeitete sie noch in der Verwaltung unseres Spitals mit.

Und nun taucht dieser Jesus auf und sagt, dass er den Tod überwunden hätte. Er könne uns Trost spenden, wo alle anderen Trösterchen versagten. Mit ihm wären wir nie alleine. Und das Gespräch mit ihm sei kein autosuggestives Meditieren. Auch die Geschicke dieser Welt- Klimawandel und Meeresverschmutzung einbezogen – seien in seinen Händen gut aufgehoben.

Wenn Weihnachten für diese Hoffnung steht, dann lohnt es sich zu feiern. Was mich betrifft, habe ich keinen größeren Wunsch als den: Ich möchte diesen Retter kennen und ihm nachfolgen. /KDJ (Yuli Guerra in Bildmitte – Archivfoto aus dem Hospital Diospi Suyana)