Private Taxigesellschaft vor dem Tor des Hospitals Diospi Suyana

Turismo Shalom füllt ein Marktlücke

Am Abend habe ich es eilig nach Hause zu kommen. Am Haupteingang springe ich in ein Taxi und los geht die Fahrt. Für die zwei Kilometer berechnet mir der junge Mann 2,5 Soles. Diesen Preis von umgerechnet 60 Ct kann ich stemmen. Die fünf Minuten im Kleinwagen reichen aus, um die Geschichte von „Turismo Shalom“ zu hören.

Rund zwanzig Bürger aus Curahuasi haben diese Taxigesellschaft gegründet. Sie haben sich vom Transportministerium in Abancay eine Lizenz besorgt und sind für die Haltestelle „Hospital Diospi Suyana“ zuständig. Natürlich kann jedes x-beliebige Taxi das Missionsspital ansteuern, aber „Verwalter einer Haltestelle“ zu sein kommt einer Goldgrube gleich.

„Dürfen wir das Logo von Diospi Suyana auf unsere Autos malen?“, fragt mich der Fahrer hoffnungsvoll. Ich winke ab und sage: „Krankenhaus, Schule und Medienzentrum von Diospi Suyana arbeiten ohne jegliche Gewinnabsichten. Das wäre bei ihrem Unternehmen anders!“

Niemand wird es je wissen, wie viele Erwerbstätige in der Hotel-, Gastronomiebranche mittlerweile vom Hospital Diospi Suyana leben. Von den vielen Taxis auf den Routen nach Curahuasi ganz zu schweigen. Am Montagmorgen sollen rund 800 Menschen vor dem Krankenhaus gewartet haben. Zu Hause am Schreibtisch lese ich die aktuelle Übersicht von unserer IT-Abteilung. Über 287.000 Patientenbesuche wären seit Gründung des Spitals im Computersystem registriert. Und von Jahr zu Jahr gehen die Zahlen nach oben.

Klicken Sie hier, um auf den Login- oder Registrierungs-Cheese zuzugreifen