
Ein Fall für den Neurochirurgen
Am Montag brachten Eltern ihren 2 Monate alten Säugling zum Missionsspital. Sie sagten, die Geburt an einem Spital in Cusco sei schwierig gewesen. Die Vorwölbung über der Nase ihres Kindes (Abbildung aus einem Fachbuch) hätten einige Ärzte mit einem Nasenbeinbruch erklärt. Andere Mediziner hätten die tumoröse Schwellung mit einem gutartigen Fettgewebsgeschwulst (Lipom) diagnostiziert.
Dr. Martina John und Dr. Christian Reibold hegten einen ganz anderen Verdacht, der im MRT des Hospitals Diospi Suyana am Donnerstag bestätigt wurde. Es handelt sich bei diesem Jungen um eine Enzephalozele. Bei diesem seltenen Defekt, der etwa ein Kind unter 10.000 betrifft, treten Gehirngewebe und Hirnhäute durch eine Lücke im Schädelknochen nach außen. In den meisten Fällen ist das Hinterhaupt betroffen. Im aktuellen Fall liegt die Enzephalozele vorne über der Nase, genauso wie im Fachbuch abgebildet.
Ein Neurochirurg muss nun das Gewebe in den Kopf rückverlagern und die Schädeldecke schließen. In wenigen Wochen rechnen wir mit der Ankunft unseres Neurochirurgen Andreas Warkentin. Nach seiner Sprachschulzeit wird er der einzige Neurochirurg des Bundesstaates Apurimac sein. /KDJ













wir beten für das Kind und für seine Eltern, für den operierenden Neurochirurgen Dr. Warkentin.
Möge Gott gutes Gelingen schenken.
Der Herr ist unser guter Hirte.
Befiehl dem Herrn Deine Wege und hoffe auf Ihn, ER wirds wohl machen.