
Ältere Dame übersteht große Krebsoperation
Eine der Töchter steht weinend am Eingang. Bei ihrer Mutter wurde ein großer Tumor im Dickdarm diagnostiziert und eine Lebermetastase hat sie auch. Ob die Patientin – immerhin in den Siebzigern – einen so umfangreichen Eingriff überhaupt überstehen könnte? Und kommt nicht ohnehin jede Hilfe zu spät? Die Frau vor dem Zaun spricht sich selbst Mut zu. „Wir werden beten“, ruft sie mir zu und hebt – gewissermaßen um ihre Aussage zu unterstreichen – die Arme zum Himmel empor.
Fast 7 Stunden dauert die Operation. Eine Geduldsprobe für das ganze Team. Die Chirurgen Dr. Huibert de Vries und Dr. Lukas Steffen sind mit Eifer bei der Sache. Anästhesistin Dr. Natascha Lapata schaut schon etwas müde auf das Operationsfeld. Sie hält alle physiologischen Parameter der Patientin stabil. Gute Nachrichten. Endlich. Der Darm mit dem Tumor ist draußen und die Lebermetastase entfernt. Wie wird die Schwerkranke diese Tortour verkraften?
Neun Tage später – vor drei Tagen – wurde sie nach Hause entlassen. Alle haben ihren Beitrag zu diesem Erfolg geleistet: Die Ärzte und Schwestern im Operationssaal und die betende Tochter davor. /KDJ













