Klaus und Lyndal Roque Quispe haben große Ziele

Ihr Leben hat viel mit Diospi Suyana zu tun

Der 16. Juli 2008 markierte einen wichtigen Tag in der Geschichte des Hospitals Diospi Suyana. Gynäkologe Dr. Jens Haßfeld führte den ersten Kaiserschnitt am Missionskrankenhaus durch. Ein gesundes Zwillingspärchen erblickte das Licht der Welt und im Kreissaal atmeten alle Mitarbeiter erleichtert auf. Für Mama und Papa, immerhin schon Eltern von vier Kindern, war das kleine Doppelpack eine echte Überraschung. Und bei der Namenssuche nannten sie den strammen Jungen nach dem Direktor des Spitals also Klaus. Die Austalierin Lyndal Maxwell hatte die beiden schon lange vor der Geburt im Ultraschall erspäht. Was also lag näher, als das Mädchen nach ihr zu benennen.

Als das Colegio Diospi Suyana im März 2014 seine Pforten öffnete, saßen Klaus und Lyndal im gleichen Klassenraum. Die Schule unterstützte die Ausbildung der Zwillinge mit zwei Stipendien. Im Dezember werden die beiden nach der Promoción aus der Schule entlassen.

„Was wollt Ihr denn danach machen?“, frage ich meine Gäste neurgierig. „Wir wollen in Cusco Medizin studieren und vielleicht sogar eines Tages bei Diospi Suyana mitarbeiten!“ Daphnne und ich nicken zustimmend. Das hört sich nach einem guten Plan an.

„Was könnte man an der Diospi-Suyana-Schule verbessern?“,  will ich von meinen Interviewpartnern wissen. „An der Schule läuft eigentlich alles ziemlich perfekt“, meint Klaus ohne lange nachzudenken. Nun wer elf lange Jahre die Schulbank gedrückt hat, kann sich wirklich ein fundiertes Urteil erlauben.

Ein Foto und die besten Glückwünsche für ihren weiteren Lebensweg.

Die Paten von Klaus und Lyndal haben die Zwillinge seit Anfang an treu unterstützt. Derzeit erhalten 130 Schüler und Schülerinnen unserer Schule eine finanzielle Zuwendung über Stipendien. 17 Kinder haben wegen körperlicher oder geistiger Schwächen mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen. Auch diese „Inklusionskinder“ kommen in den Genuss einer besonderen monetären Förderung. Wir freuen uns über alle Familien in Peru oder Übersee, die bereit sind für unsere Schulkinder Verantwortung zu tragen.

Eines ist sicher, ohne ihre Paten hätten Klaus und Lyndal keine Chance gehabt eine Karriere als Ärzte ins Auge zu fassen. /KDJ

Am Ende eines interessanten Gesprächs: (V. l. n. r.:) Dr. Klaus-Dieter John, Sozialarbeiterin Daphnne Llaja, Klaus und Lyndal Roque Quispe
1 Antwort
  1. Annette

    Ein Dank geht raus an die Paten, die diese Zwillinge aber auch andere Schüler am Colegio durch eine Patenschaft unterstützen!

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