Er kam, sah und nagelte

Dr. Fritz Meiswinkel verbrachte 9 Tage am Hospital Diospi Suyana

Wieder einmal zog es Traumatologen Dr. Meiswinkel in seinem Urlaub in die Anden. Kein Wunder, drei Jahre arbeiteten er und seine Frau Solveig bei Diospi Suyana mit. Jetzt leben sie längst wieder in Baden Württemberg. Dabei stellen Sie fest, dass Curahuasi eine besonders starke Anziehungskraft besitzt.

Dr. Meiswinkel schreibt: „Jetzt sind wir wieder weg! War wieder sehr schön und arbeitsreich. Patient Teofilo kommt aus der Provinz Espinar des Bundesstaates Cusco. Am Sonntag spielte er am Abend mit Freunden Fußball und zog sich einen Bruch des rechten Unterchenkels zu. Er ließ sich in der Nacht von seinen Anghörigen an der Großstadt Cusco vorbei (ein echtes Statement) bis zum Missionskrankenhaus Diospi Suyana fahren.

Am Montag in aller Frühe kam er bei uns mit einem drohenden Kompartmentsydrom an. (Erklärung: Durch die Verletzung schwillt das Gewebe innerhalb der Fazien. Die Folge ist eine Beeinträchtigung der Blutversorgung, was wiederum zum Absterben des Beines führen kann.)

Als die Mitarbeiter am Montagnachmittag in vollen Zügen den Betriebsausflug genossen, standen er und Anästhesistin Dr. Natascha Lopata mit ihren jeweiligen Teams im Operationssaal. Ob unsere Kollegen danach noch etwas von der Torte abbekommen haben, schreibt er nicht.

Die Operation war ein voller Erfolg. Eigentlich – wenn wir mal ganz ehrlich sind – wäre es gut, wenn die Meiswinkels wieder für drei Jahre im Team mitarbeiten würden. Je länger ich über diese Idee nachdenke, desto mehr überzeugt sie mich. /KDJ

Die gebrochenen Knochen. Ist Fußballspielen schädlich? Diese Antwort kann man so und so beantworten.
Schien- und Wadenbein sind gebrochen. Der Nagel im Schienbein stellt die Stabilität wieder her.

Die Überschrift ist eine Anspielung auf Julius Cäsar. „Ich kam, sah und siegte!“ (Veni, vidi, vici)