Don Nemesio und seine gefährliche Männerkrankheit

Dr. Zeier löste das Problem im Operationssaal

Oktober 2023: Im Sprechzimmer sitzt ein Mann aus Andahuaylas. Dem 71-Jährigen geht es nicht gut und er klagt über starke Unterbauchschmerzen. Bei der körperlichen Untersuchung imponiert seine massiv vergrößerte Blase. Der Grund: Seine Prostatahyperplasie drückt die Harnröhre ab. Im Ultraschall wird die klinische Verdachtsdiagnose bestätigt. Durch die Abflussstörung sind sogar beide Nieren hochgradig gestaut. Im Labor weist der Kreatininwert von 3.57 (Normal bis 1,2) auf eine Niereninsuffizienz hin. Damit ist nicht zu spaßen. Ohne eine Behandlung führt ein Nierenversagen früher oder später zum Tode.

Urologe Dr. Benjamin Zeier wusste Rat. Durch einen eingeführten Katheter konnte der Stau temporär behoben werden. Die Nierenfunktion hat sich erholt. Und gestern brachten zwei fleißige Krankenschwestern den Patienten zum Operationssaal. Im Hintergrund auf dem obigen Bild stand der Urologe selbst. Ein Teil der Prostata wurde entfernt. Der Eingriff nennt sich in Medizinerkreisen eine „TURP“, eine transurethrale Resektion der Prostata. Elegant, wirksam und wie im Fall von Don Nemesio sogar lebensrettend.

Ach ja, dieser Dr. Zeier betete am 6. März 2018 nachts um halb Zwei vor einem Holzkreuz in der Nähe von Mosbach. Er wollte Gott nach der Geburt seines 5. Kindes ein Dankgebet sprechen. Doch plötzlich betete er um einen Lebensauftrag für sich und seine Familie. Seit vier Jahren arbeitet er am Hospital Diospi Suyana auf Spendenbasis. Manche denken, dass der Glaube heute niemanden mehr interessiert. Ein Irrtum, wie ich meine. Schon zweimal hat der säkulare TV-Sender Vox diese Familie mit ihrer einzigartigen Geschichte in die Wohnzimmer von Millionen von Zuschauern gebracht.

Davon hat Don Nemesio natürlich keine Ahnung. Für ihn zählt, dass er nach dem operativen Eingriff noch möglichst viele Jahre mit guter Lebensqualität verbringen kann. /KDJ

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