
Kein leichtes Leben
Sein Magen sieht aus wie ein wunder Po beim Baby. Die großflächigen Entzündungen tun weh und sie können jederzeit eine akute Blutung hervorrufen. In der Dickdarmspiegelung gestern fanden sich so auch Reste von altem Blut.
Don Jorge ist 76 Jahre alt und lebt im Bundesstaat Ayacucho. „Ich war über 24 Stunden in Autos und Bussen unterwegs, um nach Curahuasi zu kommen!“ Der Bauer erzählt mir von seinem Zuhause. Noch hat er sich nicht in den verdienten Ruhestand zurückgezogen. Er arbeitet auf seinen Feldern und baut hauptsächlich Kartoffeln und Quinua an. Fünf Kinder hat er großgezogen und aktuell leben sieben Personen in seinem Lehmhaus.
In der letzten Computerübersicht waren bis zum 31. Januar 2026 über 615.000 Patientenbesuche registriert. Die meisten Hilfesuchenden wohnen in den Bundesstaaten Apurimac, Cusco, Puno, Madre de Dios und Ayacucho. Über 16.000 Peruaner reisten aus dem fernen Lima an. Die Reise hin- und zurück dauert immerhin um die 38 Stunden.
Das Hospital Diospi Suyana besteht seit über 18 Jahren. Und nach wie vor bilden Quechuas und Campesinos (Bergbauern) die große Mehrheit unseres Patientenguts. Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen ist fließend. Viele Indigene behaupten im Brustton der Überzeugung sie seien eigentlich Mestizos (Mischlinge). Der Grund ist einfach. Mestizos erhalten deutlich mehr gesellschaftliche Anerkennung als die Nachfahren der Inkas. Jorge kann mit Medikamenten geholfen werden und das wird seine Nachbarn und Verwandten animieren auch die weite Reise zum Missionsspital zu wagen. /KDJ











