
Ein nostalgischer Abend bei Familie Mörl
An der Wand hängt ein Bild vom Hospital Diospi Suyana. Auf der Kommode in der warmen Stube liegt eine dekorative Decke aus Peru. Familie Mörl sitzt am Tisch in ihrem schmucken Häuschen und alle reden über alte Zeiten. Von 2007 bis 2011 haben der Intensivpfleger Michael und die Ernährungsberaterin Elisabeth am Missionsspital mitgearbeitet. Ihre jüngste Tochter Magdalena hat in den Anden das Licht der Welt erblickt. Fünf Wochen nach der Geburt litt sie an einer schweren Lungenentzündung. Dr. Martina John hat die Kleine damals behandelt. Jetzt schläft das goldige Mädchen auf der Couch. Erinnerungen werden wach.
Auch die Kinder tragen Curahuasi in ihren Herzen. Leonore liebäugelt mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr bei Diospi Suyana. Ihre ältere Schwester Dorothea, derzeit in Chemnitz, plant einen dreijährigen Einsatz als Physiotherapeutin.
„Habt ihr noch Kontakt zu den…?“ Der Abend vergeht wie im Flug. Schließlich sprechen wir auch über das, was uns am meisten bewegt. „Wenn ich jemals meinen Glauben verlieren sollte“, sagt Michael nachdenklich, „dann müsste ich nur eine Beerdigung besuchen. Auf dem Friedhof wird schnell deutlich, wie sinnlos ein Leben ohne Gott sein kann!“
Am frühen Morgen, die Dunkelheit hat die Oberlausitz noch fest im Griff. Die Johns lassen den Wagen an und fahren über schneeverwehte Wege dem nächsten Ziel entgegen: Leipzig. Einmal mehr werden sie in einer Kirchengemeinde von Diospi Suyana erzählen. Gemeinsame Erfahrungen auf einer Missionsstation schweißen zusammen. Ein Leben lang verbunden.











