Wie kommt man aus der Gosse raus?

So um 16 Uhr herum springe ich vor der Tür des Evangelischen Kirchenrats in ein Taxi am Straßenrand. Mein nächstes Ziel ist die Vertretung der Firma Fuji in Lima. Wir brauchen für den Computertomographen des Spitals dringend einen Spezial-Laser Drucker.

Wie gewöhnlich steige ich hinten ein. Mein Blick fällt sofort auf ein schwarzes Buch auf der Ablage des Fahrers. “Welches Buch lesen Sie da?”, frage ich um ein kleines Gespräch in Gang zu bringen, dabei weiß ich genau, dass es sich um eine Bibel handelt.

“Ich lese die Bibel, denn ich bin Christ”, antwortet er beiläufig.

Meine Fahrt wird noch 20 Minuten dauern und so hake ich nach: “Seit wann sind Sie Christ?” Genau die richtige Frage, denn jetzt sprudelt es aus ihm heraus.

“Seit sieben Jahren. Ich war früher drogenabhängig, genauer gesagt, lebte ich vorher 19 Jahre auf der Straße. Meine Eltern hatten sich getrennt und wir Kinder, wir waren sieben, fanden auf der Straße unser Zuhause. Ich wurde dann zu einem Kriminellen!”

“Warum sind Sie Christ geworden?” bohre ich nach.

“Natürlich wollte ich immer wieder von den Drogen loskommen, aber es hat nie geklappt. Da hörte ich im Radio gelegentlich die Andachten eines (peruanischen) Pastors. Einmal wurde zu einer Großveranstaltung mit diesem Pastor in ein Stadion eingeladen und ich sagte mir, wenn es einen Gott gibt, dann ist der Glaube vielleicht meine einzige Chance. Ich gehe hin und setze meine ganze Hoffnung auf Gott!”

“Sind Sie dort hingegangen?”

“Nein, an jenem besagten Samstag sagte ich mir: ‘Das ist doch alles Quatsch. Meine Freunde lachen mich nur aus!’ Ich irrte ziellos durch die Straßen Limas. Plötzlich kam ich an einer Kirche vorbei. Drinnen wurde gesungen und gebetet. ‘Die sind nicht ganz richtig im Kopf’, dachte ich, aber ich ging mal rein.

Doch dann stand völlig unerwartet der Pastor aus dem Radio vorne auf der Bühne. Er hielt nach dem Gottesdienst im Stadion an diesem Tag noch eine weitere Predigt, und zwar genau in der Kirche, wo ich ‘zufällig’ reingestolpert war!” (Erläuterung: Es gibt in der 8-Millionen-Stadt Lima wohl über Tausend Kirchen!)

“Als der Pastor anfing zu reden, merkte ich Gottes Nähe total. Ich hatte ein Gefühl, wie ich es gar nicht beschreiben kann. An diesem Abend beteten einige für mich und ich wurde frei von den Drogen. Jetzt verdiene ich mein Geld als Taxifahrer, habe eine Frau und einen kleinen Jungen. Gott hat mich aus der Gosse rausgeholt!”

Wir sind am Ziel angelangt. Ich bedanke mich und bitte noch um ein kleines Foto. “Darf ich Ihre Geschichte auf unserer Web-Seite veröffentlichen?”

“Na klar, zur Ehre Gottes!”

Falls Sie diese kleine News lesen, leben Sie wahrscheinlich nicht in der Gosse. Aber Jesus Christus kann auch Sie freimachen, falls Sie am Geld kleben, von Viagra abhängig sind, Ihr Leben von der Meinung anderer bestimmen lassen oder endlich einmal Ihre Angst vor dem Tod unter Kontrolle bringen wollen.

Jesus hat einmal gesagt: “Wen der Sohn frei macht, der ist recht frei!”

Seit 2000 Jahren haben unzählige Menschen erfahren, wie mein Taxifahrer Sr. Diaz, dass diese Aussage stimmt. / KDJ

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