Simone Lücke – eine außergewöhnliche Frau

Auf besonderen Wegen durchs Leben

Ein kleines Konzil in der Notaufnahme. Die Quechua-Indianerin im Rollstuhl möchte wissen, ob sie 9 Monate nach einem Bruch des linken Schienbeins wieder normal gehen kann. Traumatologe Dr. Friedemann Meiswinkel (re) ist zuversichtlich und Dr. Martina John (Bildmitte unten) erklärt der Patientin und ihrer Tochter den Sachverhalt. Die CT-Aufnahme zeigt einen interessanten Befund und Simone Lücke (Bildmitte oben) hat wieder etwas gelernt.

Simone Lücke: Vor einer Lagune in den Bergen Perus

Eigentlich wollte die angehende Ärztin schon im März am Hospital Diospi Suyana mitarbeiten, doch die Pandemie machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Nun hat es geklappt und die Studentin aus Marburg ist jetzt mittendrin in ihrer fünfwöchigen Famulatur. Für Simone geht mit ihrem Aufenthalt in Peru eine Herzensangelegenheit in Erfüllung. Nachdem sie auf einer Fachtagung von Diospi Suyana gehört hatte, bewarb sie sich 2019 um einen Platz am Missionskrankenhaus.

Damals schrieb die Kollegin:

“Im August 2015 bin ich für ein Jahr als Missionarin auf Zeit in Villa Serrano, einem kleinen Ort am Rande der Anden in Bolivien gewesen. Mir sind damals die Menschen vor Ort und ihre Art sehr ans Herz gewachsen, so dass ich mich über jede Gelegenheit freue, um zurück nach Südamerika zu gehen.

Simone Lücke beim Englischunterricht in Bolivien 2015

Aber nicht nur aus diesem Grund gefällt mir ihr Projekt, sondern auch weil es mich fasziniert, dass der Glaube und das Gebet in Diospi Suyana eine so zentrale Rolle spielt. Ich glaube, dass nur Gott alleine wirklich heilen kann und wir seinen Segen und seine Hilfe benötigen, um Leid und Krankheiten lindern zu können.

Neben den beiden Gründen gibt es noch einen dritten Grund, warum ich gerne bei Ihnen eine Famulatur machen möchte. Seit dem ich in Bolivien war, habe ich den Wunsch, später einmal für ein paar Jahre in Südamerika zu arbeiten. Deshalb wäre ich sehr dankbar, wenn ich bei Ihnen schon ein paar Erfahrungen sammeln könnte.

Über eine positive Rückmeldung freue ich mich sehr!”

Die junge katholische Christin, die fest auf Gott vertraut und bereits ein ganzes Jahr in Südamerika im Einsatz war, weckte natürlich sofort unsere Aufmerksamkeit. Und ihr Zukunftspläne lassen aufhorchen. Wenn sie schon einmal als Ärztin in den Anden arbeiten möchte, warum eigentlich nicht bei Diospi Suyana?

Die drei Bücher über Diospi Suyana hat Simone gelesen. Wenn sie so weitermacht wie bisher, wird sie vielleicht sogar Protagonistin im Buch Nr. 4 oder Nr. 5. /KDJ