Jeder kennt jemanden mit Krebs

 MD Anderson

Sie doch auch, nicht wahr?

Houston, Texas. Das MD Anderson Krankenhaus zählt zu den besten Einrichtungen der Welt für Krebserkrankungen. Hier habe ich 1986 als Student einmal gearbeitet. Jeder Patient ein Krebsfall. Am Freitag, den 21. November sprach ich am Abend in einer chinesischen Kirche in Houston über Diospi Suyana. Die meisten Zuhörer waren keine Christen, sondern Atheisten aus China. Ein gewisser Pastor Tao übersetzte meine Ausführungen.

Chinesische Schriftzeichen
Ein chinesisches Kirchenlied

Zu Beginn des Gottesdienstes fand eine Chinesin ganz persönliche Worte. Sie sagte:“Neulich saßen wir in einer Gruppe zusammen. Jeder Teilnehmer kannte mindestens einen näheren Bekannten, der an Krebs litt. Mein Vater ist auch an Krebs gestorben!“

Danach stimmte sie ein Lied an. Es handelte von der Geborgenheit Gottes in schweren Zeiten.

Nach dem Vortrag über Diospi Suyana waren alle gepackt, Christen und Atheisten gleichermaßen. Eine junge chinesische Studentin hatte keine Erklärung für die Fügungen bei Diospi Suyana. Sie war Atheistin. „An was glauben Sie?“, fragte ich die Frau aus China. Antwort: „An das Glück und an mich selbst!“

Dieser Ansatz funktioniert so lange, wie man stark, jung und gesund ist. Wenn die Krankheit zuschlägt und der Tod naht, bricht so ein Weltbild in sich zusammen.

Ich erinnere mich an eine junge Rechtsanwältin, die ich 2013 kurz vor ihrem Tod in Regensburg besuchte. Ein Tumor der Bauchspeicheldrüse hatte die Lebensplanung der Juristin völlig verändert. Ihr Bauch war völlig aufgetrieben und die Beine massiv geschwollen. Doch mit strahlenden Augen sagte sie:  „Gott ist einfach genial. Er ist bei mir. Er geht mit mir. Und ich gehe zu Ihm!“ Wenige Tage später starb sie. /KDJ

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