Das Hochtal von Curahuasi

Als ob wir in einer friedlichen Welt leben würden

Strahlend blauer Himmel. Die gewaltigen Berge der Kordillere sind wie mit Zuckerguss gepudert. Für einige Stunden verdeckt der Neuschnee den Rückgang der Gletscher durch die allgemeine Erderwärmung. Im Tal liegt der Gebäudekomplex von Diospi Suyana. Das weiße Zeltdach über dem Amphitheater ist gut sichtbar. Rechts neben den Gebäuden erkennt der aufmerksame Betrachter sogar den Hubschrauberlandeplatz. Links hinten bauen Udo Klemenz und Team auf dem Festivalgelände an einem Freizeitheim. Und auf der rechten Seite im Nebel verdeckt lernen die Schüler der Diospi-Suyana-Schule für das Leben.

Aus der Distanz könnte man meinen, hier sei die Welt noch in Ordnung. Dieser Eindruck täuscht gewaltig. Die peruanische Gesellschaft wird von Ungerechtigkeit, einem brutalen Egoismus und Gewalt gekennzeichnet. Und genau diese innere Zerissenheit verleiht Diospi Suyana seine Existenzberechtigung. Hunderttausende aus allen Bundesstaaten reisten bisher nach Curahuasi. Der bekannteste peruanische TV-Moderator Nicolas Lúcar sagte Anfang September 2022 einen bedeutsamen Satz: „Bei Diospi Suyana haben sie eine Kraft, die die menschliche Selbstliebe überwunden hat!“ Interessante Worte aus dem Mund eines Atheisten.

Für Christen – völlig unabhängig von ihrer konfessionellen Zugehörigkeit – steht Diospi Suyana für ein Stück Himmel auf Erden. Die freiwilligen Mitarbeiter, die mehrere Jahre ihres Lebens investieren, handeln nicht in Eigenregie. Nein, sie folgen nur einem Mann nach, der drei Tage nach seinem brutalen Tod ein Grab verlassen hat. Damit hat Jesus Christus den Tod überwunden und bewiesen, dass er kein Sprücheklopfer ist. /KDJ (Bild: Dr. Benjamin Zeier)

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