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Radio Diospi Suyana

Am Ortsausgang blieb ihm die Luft weg

Der erste Patient mit dem Coronavirus ins Hospital Diospi Suyana aufgenommen

Pedro Quispe* hatte als Lastwagenfahrer eine lange Reise hinter sich. Er war auf dem Weg von Lima nach Quillabamba, rund 1200 km entfernt. Stunde um Stunde vergingen und Pedro fühlte sich immer schlechter. Als er gestern Morgen durch den Ort Curahuasi fuhr, blieb ihm die Luft weg. Kurze Zeit später führten die Mitarbeiter der örtlichen Gesundheitsstation bei Pedro einen Corona-Schnelltest durch. Das Ergebnis: Positiv

Gegen 9 Uhr brachten Angestellte des staatlichen Gesundheitswesens den Kranken ins Missionsspital. Seine Sättigung lag bei nur 75 % (Normal deutlich über 90 %). Der Mann rang um Luft.

MRTA Melanie Friesen (oben links) schob in Windeseile das mobile Röntgengerät auf die Isolierstation. Die Aufnahme zeigte die typischen Veränderungen der Lunge. Auch die Analyse des Bildes mit einer besonderen Software aus den Niederlanden bestätigte die Diagnose.

Nun liegt der 42-jährige in einem Einzelzimmer und erhält Sauerstoff sowie alle Medikamente, die das Protokoll vorsieht.

Wir vermuten, dass sich unser Spital in den nächsten Wochen mit Coronavirus-Patienten füllen wird. In Peru schnellte die Zahl der Infizierten gestern auf über 25.000 in die Höhe. Bisher sind 700 Todesfälle zu beklagen. Schlimmer noch, im Norden Perus gibt es keine freien Intensivbetten mehr. Auch in der 8-Millionen-Stadt Lima sind die Kapazitäten bald erschöpft.

Bitte beten Sie mit uns für Peru. Wir hoffen, dass alle unsere Mitarbeiter im Spital und ihre Kinder die Epidemie überleben werden. Bei der Versorgung der Patienten riskieren sie nämlich ihre Gesundheit – Schutzkleidung hin oder her. Als Team wollen wir alles tun, um möglichst viele Menschen vor dem Tod zu bewahren. /KDJ (*Name verändert)

Typische fleckförmige Veränderungen der Lungenaufnahme
Dr. Martina John und John Lentink prüfen das Ergebnis der Anaylse aus den Niederlanden.
Krankenschwester Carla hält den Daumen steil nach oben. “Mit Gottes Hilfe wird der Patient durchkommen!”