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Radio Diospi Suyana

Ein Zuschauer begibt sich in die Arena

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Christian van Rensen

Unzählige Menschen beobachten Diospi Suyana von der Tribüne des Lebens. Sie besuchen gelegentlich die Webseite unseres Werkes und kommen gerne zu einem Vortrag. Christian van Rensen ist ein Beispiel dafür wie ein Zuschauer sich im Laufe der Jahre vom Sympathisanten zum Akteur “radikalisiert”.

25. Januar 2013: Diospi Suyana hat Schwierigkeiten Container Nr. 32 nach Peru zu importieren. Die Behörden wollen nagelneue Materialien im Wert von über 40.000 USD aussondern. Über die Webseite bitten wir um die Hilfe unseres weltweiten Freundeskreises. Unter den tausenden von E-Mails befindet sich auch eine von Christian van Rensen. Er schickt eine empörte E-Mail an die Gesundheitsministerin Perus. Einige Tage später wird der Container freigegeben.

12 Mai 2013: Christian van Rensen trägt sich auf der Webseite von Diospi Suyana in die Spenderliste ein. Eine Email zu schreiben, ist eine Sache. Sein eigenes Geld zu spenden, eine ganz andere. Obwohl Studenten erfahrungsgemäß knapp bei Kasse sind, überweist Christian einen großzügigen Betrag.

5. August 2015: Ein Informatikstudent aus Karlsruhe fragt an, ob am Spital noch IT-Spezialisten benötigt werden. Er heißt Christian van Rensen. Er spielt tatsächlich mit dem Gedanken ein “soziales Jahr zu wagen”.

Anfang Oktober 2015 erreicht uns die offizielle Bewerbung des Studenten. Aus dem “sozialen Jahr” soll nun ein Einsatz von fast 2 1/2 Jahren werden.

10. Mai 2016: Christian van Rensen organisiert für Dr. John einen Vortrag an der Universität Karlsruhe. Etwa 60 Besucher nehmen an dieser Veranstaltung teil. Van Rensen hatte eigentlich mehr Leute zum Event erwartet. Er hat keine Ahnung, dass ein Ehepaar nach Besuch der Präsentation eine der höchsten Spenden für Diospi-Suyana tätigt, die jemals überwiesen wurden. Im sechsstelligen Bereich.

Am 2. Oktober 2016 schreibt Christian – mittlerweile in Lima – eine E-Mail: Er dokumentiert präzise die Flugzeiten von Frankfurt über San Juan und Panama bis nach Lima. …”Ein ungeheuer gutes Gefühl war es, als José Rojas mich um 03:40 in der Nacht im Gästehaus empfing. Insgesamt entspricht das etwa 28 Stunden von Tür zu Tür. All diese Uhrzeit-Details sind aber gar nicht wichtig, solange der große Zeitplan stimmt und das war der Fall: Erst 11 Tage vor Abflug habe ich meine Bachelorarbeit abgegeben. In der Zwischenzeit konnte ich noch umziehen und meine Sachen packen!”

Unterwegs hat Van Rensen ein Foto der Regentropfen am Flugzeugfenster aufgenommen. Ob er vielleicht ahnt, dass das Leben in Curahuasi schwer werden könnte? Aber egal, was kommt, Christian steht aktiv in der Arena. Er ist bereit für das Risiko und scheut nicht das finanzielle Opfer. Der Mann hat sich offensichtlich in nur drei Jahren “radikalisiert”.

Jesus Christus war übrigens auch ein Radikaler. Er liebte seine Feinde bedingungslos. Er heilte die Kranken und sprach den Traurigen Mut zu. Er war sich nicht zu schade mit Prostituierten und Pennern umzugehen. Am Ende starb er an einem Kreuz aus Liebe zu uns. Unsere Welt braucht mehr von diesen Leuten, die dem Mann aus Nazareth nachfolgen, koste es, was es wolle. Christian van Rensen ist einer von ihnen.

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Abflug nach Südamerika. Regentropfen. Ein mulmiges Gefühl. Wird es ein schwerer Weg werden?
1 Antwort
  1. Sarah N.

    Alles Gute und ganz viel Segen, Christian.
    Gott segnet jeden, der auch nur die kleinsten Schritte für ihn geht, wie viel mehr dann die, die große Schritte wagen. 🙂
    Gott geht immer mit, da dürfen wir ganz sicher sein und daran festhalten.