
Eine junge Curahuasina mit einer großen Vision
Als in 2005 die Bauarbeiten des Missionskrankenhauses begannen, erblickte Xiomara (Bildmitte) das Licht der Welt. Ihre Eltern waren nicht reich, aber hatten einen festen Glauben. So erinnert sich die Medizinstudentin an eine geborgene Kindheit und an schöne Gemeinschaftserlebnisse in der lokalen Kirchengemeinde.
Von 2015 bis 2020 besuchte sie die Oberstufe der Diospi-Suyana-Schule. Da sie aus eher ärmeren Verhältnissen stammte, erhielt sie ein Teilstipendium. Im Dezember 2020 sollte eigentlich ihr großes Abschlussfest stattfinden. Doch leider kam die Pandemie dazwischen. So existieren keine Bilder von ihrer Klasse in feiner Kleidung in einem dekorierten Festsaal.
2021 reiste sie über 1.500 Kilometer nach Santa Cruz, Bolivien und begann ihr Medizinstudium an der Universität UDABOL. Und am gestrigen Montag saß sie im Rahmen einer Famulatur bei Dr. Martina John im Arztzimmer. Ihr erster Tag am Missionskrankenhaus.
„Srta. Xiomara, sie sind in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen. Haben die Jahre im Ausland ihren Glauben an Gott geschwächt oder gestärkt?“ Ich blicke die zukünftige Kollegin fragend an. „Die Jahre in Santa Cruz haben mein Vertrauen auf Gott erst richtig wachsen lassen!“, sagt sie im Brustton der Überzeugung. „Ich war erst ganz alleine und hatte mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Deshalb habe ich alles zum Gegenstand des Gebetes gemacht. Und Gott hat mir definitiv geholfen!“
„Was wollen Sie später einmal machen?“ – Nach dem bestandenen Examen würde ich gerne Onkologin werden. Terminale Krebspatienten haben oft überhaupt keine Hoffnung. Ich möchte ihnen sagen, dass Gott für sie ein ewiges Leben bereithält!“
„Na, da wünsche ich Ihnen Erfolg und Gottes Segen für die Zukunft!“ /KDJ











