Von ganz langer Hand geplant

Familie Kugel geht aufs Ganze

Als der kleine Elias am 3. April 1991 in Berlin das Licht der Welt erblickt, reisen zeitgleich zwei junge Ärzte durch Peru. Klaus und Martina John werden das Andenland mit einem festen Vorsatz verlassen: Wir kommen wieder und gründen für die Nachfahren der Inkas ein modernes Krankenhaus.

November 2011: Elias Kugel ist Medizinstudent. In Siegen besucht er einen Vortrag über ein Missionsspital in Peru. Nach der Präsentation kommt er mit Dr. Klaus John ins Gespräch: „Ich stehe erst ganz am Anfang des Studiums“, klagt der Berliner, „bis ich mit dem Facharzt in der Tasche an einem Krankenhaus mitarbeiten könnte, wird es leider noch viele Jahre dauern!“

Der Deutsch-Peruaner entgegnet trocken: „Mose hat erst 40 Jahre die Schafe in der Wüste gehütet bevor er ein Volk aus der Sklaverei in die Freiheit führte. Also keine Panik!“

Am 15. Juli 2016 heiratet er die Sozialarbeiterin Nifin. Die Syrerin aus Damaskus hat ihre Heimat verloren. Eigentlich ist sie orthodoxe Christin, aber erst nach dem frühen Tod ihrer Mutter, grübelt sie über den Sinn des Lebens nach. Sie versteht, dass sie bei Gott Trost, Erfüllung und Hoffnung finden kann.

Vor dem Gang zum Traualtar hat Elias seiner hübschen Frau reinen Wein eingeschenkt: „Wenn ich Facharzt bin, will ich bei Diospi Suyana in Peru mitarbeiten!“ Zielorientierung hat einen Namen: Elias Kugel!

Die Familie erweitert sich um zwei goldige Kinder. Eigentlich ist alles wie im Bilderbuch. Facharzt erreicht. Staatsexamen mit der Note 1. Eine Beschäftigung an der berühmten Charité in Berlin. Die Karriere nimmt Fahrt auf und dem großen Geld steht nichts mehr im Wege.

7. Januar 23: Ehepaar Kugel hört mal wieder einen Vortrag des Missionsarztes. Der Schauplatz ist ein Restaurant in Berlin. Seit der ersten Begegnung in Siegen sind über 11 Jahre verstrichen. Im Gespräch mit Dr. John macht der Internist eine knappe aber wichtige Bemerkung: „Wir sind soweit. Es kann losgehen!“

3. Oktober 2023: Im Gut Osdorf bei Großbeeren versammeln sich über 120 Freunde und Bekannte der Kugels. Sie hören und sehen mit großen Augen, dass eine junge Familie alles auf eine Karte setzen will. Im Namen der Liebe und motiviert durch den Glauben an Jesus Christus. Geplante Ausreise nach Südamerika: 2024

Wer hat eigentlich Elias und Nifin am meisten geprägt, vielleicht der ewige Geschichtenerzähler aus Peru? Mitnichten! Bei Elias war es seine gläubige Oma aus der Slowakei. „Lies die Bibel und denke über die wichtigen Fragen des Lebens nach!“ , so lautete stets ihre Empfehlung. Und wer lenkte Nifin in die richtige Richtung? Es war eine Frau mit einer vorbildlichen Lebensführung, eine Geflohene aus Syrien und eine überzeugte Christin – nämlich ihre verstorbene Mutter.

Dr. Elias Kugel und seine Frau Nifin am Tag ihrer Hochzeit
Mit den Kindern Silas und Ara Randa
Im Gut Osdorf bei Großbeeren war gestern viel los.
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