Peruanischer Präsident übersteht Amtsenthebungsverfahren

Nach einer zwölfstündigen Marathondebatte im Kongress

In der öffentlichen Meinung hatte zuletzt kein politischer Beobachter mehr einen Pfifferling auf den Präsidenten gesetzt. Von den 130 Kongress-Abgeordneten gehören nur 18 zur Gruppierung von Kuczynski. Aber da sich in allen sechs Oppositionsparteien Parlamentarier der Stimme enthielten bzw. der Abstimmung fernblieben, verfehlten die Befürworter der Amtsenthebung die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

Am 13. Dezember hatte der brasilianische Baulöwe Odebrecht eine Geschäftsbeziehung mit einer Firma von Pedro Pablo Kuczynski publik gemacht. Obwohl der Beratervertrag schon zehn Jahre zurücklag, strengte die Opposition im Eildurchgang ein Amtsenthebungsverfahren an.

Diospi Suyana verhält sich als Missionswerk politisch strikt neutral. Der Kontakt zum Staatschef begann am 19. Juni, als Kuczynski die Missionsärzte John und Dr. Haßfeld zu einer Audienz im Regierungspalast empfing. Am 31. August reiste er mit mehreren Ministern nach Curahuasi und hielt bei der Zehnjahresfeier des Spitals die Festansprache.

(Bild oben von RPP)

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