Klare selektive Vorteile

Die Evolutionstheorie macht (a) naturwissenschaftliche und (b) philosophische Aussagen.

a) Mutationen, die zu einem Wettbewerbsvorteil führen, setzen sich in der Natur durch und begünstigen das Überleben und die Fortpflanzung der eigenen Art.

b) Da dieser Prozess ohne Intelligenz von außen geschieht, ist Gott als Initiator, Architekt und Designer nicht mehr notwendig. Für viele folgt daraus der Schluss, dass es Gott nicht gibt.

Es ist interessant zu beobachten, dass überzeugte Christen oft deutlich mehr Kinder großziehen als andere gesellschaftliche Gruppen. Das ist meiner Meinung nach ein klarer Selektionsvorteil.

Christen nehmen weniger Drogen (Crack, Heroin und Alkohol) und haben eine positive Zukunftserwartung. Auch diese Verhaltensmerkmale bringen gewisse Startvorteile.

Jüngst haben kanadische Wissenschaftler eine Studie über Hirnströme bei gläubigen Menschen und Atheisten veröffentlicht. Hier ein Auszug aus der Ärztezeitung: "Ärzte Zeitung online, 05.08.2010"

TORONTO (hub). Wer an Gott denkt, hat weniger Stress, hat eine Studie ergeben. Doch das gilt nur für Gläubige. Bei Atheisten haben Gedanken an Gott den gegenteiligen Effekt.

In den Experimenten haben Forscher aus dem kanadischen Toronto Gläubige zunächst über Gott und ihre Religion schreiben lassen. Anschließend wurden ihnen Aufgaben gestellt, die von den Schwierigkeiten her so waren, dass die Teilnehmer Fehler machen mussten. Gleichzeitig wurden die Hirnströme gemessen und mit den Experimenten verglichen, in denen zuvor nicht über Religion geschrieben wurde.

Die Ergebnisse: Durch das Denken an Gott wurde die Aktivität im anterioren cingulären Kortex (ACC) vermindert – im Vergleich zu jenen Hirnaktivitäten, wenn zuvor nicht an Gott gedacht wurde. Im ACC werden auch die körperliche Erregung und die Alarmfunktionen des Körpers reguliert – etwa bei Gefahren oder auch Fehlern, schreibt die amerikanische Vereinigung für psychologische Wissenschaften.

Die Forscher folgern daraus, dass bei Gläubigen das Denken an Gott eine Form der Stressbewältigung sein könne. Sie blieben so in Stresssituationen oder wenn sie Fehler machten, gelassener. Bei Atheisten hingegen wirke das Denken über Gott und Religion stressverstärkend: Bei ihnen nahm die Aktivität im anterioren cingulären Kortex nämlich deutlich zu.

Kommentar: Ohne Zweifel würden diese Prozesse im Gehirn überzeugten Christen immense Pluspunkte in einem evolutionären Kontext verschaffen.

Völlig unabhängig von solchen Messungen ist die Sache aber die: Christen erfahren im täglichen Leben, dass Gott real eingreift und Gebete erhört. Sie wissen sich in Gottes Hand geborgen, egal was passiert. /KDJ