Beide hatten ihren Abschluss als Fachärzte an der berühmten Vanderbilt Universität in Nashville, Tennessee gemacht. Optimale Bedingungen für eine schnelle Karriere. Doch die Brunners tickten anders. Als überzeugte Christen wollten sie zwei Jahre ihres Lebens armen Menschen zur Verfügung stellen. Auf diese Weise würden sie nicht nur ihren Nächsten in Peru sondern auch Gott dienen.
Im Frühjahr 2008 trafen sie in Curahuasi ein. Alex begann sofort mit seiner Arbeit am Hospital. Seine Frau Lauara kümmerte sich um ihre Tochter Alexandra und unterstützte die verschiedenen Arbeitsgruppen unter den Frauen und Kindern. Ein Jahr später kam dann ihre zweite Tochter Sofia Anis am Missionskrankenhaus zur Welt.
Gestern Abend wurden die beiden feierlich vom Team der Freiwilligen verabschiedet. Sie werden erneut in Nashville Fuß fassen. Glücklicherweise haben sie die Absicht zukünftig in bestimmten Abständen als Kurzzeitmitarbeiter nach Curahuasi zurückzukehren.
Einfach war ihr Leben nicht in Peru. Manchmal fiel der Strom aus und die Wassertonne auf dem Dach blieb leer. Ihre Entscheidung als Missionsärzte am Hospital Diospi Suyana zu arbeiten kostete sie viele Tausend USD. Warum haben sie diesen ganzen Stress und den finanziellen Verlust auf sich genommen?
Am Abend zeigte eine kleine Kirchengemeinde vor der Markthalle in Curahuasi den Film "Die Passion Christi". Gut 300 Menschen nahmen an dieser Open Air Veranstaltung teil. Atemlos sahen sie die Leiden Jesu, die der Kinostreifen fast schon zu realistisch wiedergibt.
Christus hat gesagt, dass sein Tod am Kreuz die unbedingte Liebe Gottes zu uns Menschen ausdrücke. Am Kreuz könne jeder Mensch seinen Ballast, sein Fehlverhalten und seine Schuld endlich los werden. Die Brunners glauben, dass Jesus durch sein Leben, Sterben und seine Auferstehung überzeugend seine Authentizität unter Beweis gestellt hat. Aus Dankbarkeit investierten sie zwei Jahre ihres Lebens für die Berglandindianer Südamerikas.












