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Radio Diospi Suyana

Eine 16-stündige Expedition

Medizinischer Dorfeinsatz in Poltocsa

Kurz nach vier Uhr in der Frühe standen am Samstagmorgen 52 Diospi-Suyana-Mitarbeiter auf. Um 5 Uhr waren alle Fahrzeuge gepackt und nach einem gemeinsamen Gebet bestiegen die Freiwilligen die acht Autos. Die Fahrt nach Poltocsa dauerte bei schlechtem Wetter viereinhalb Stunden. Die Strecke führte 210 Kilometer durch die Bergwelt Perus.

Kurz vor unserer Ankunft hatte der Regen endlich aufgehört. Vier Klassenräume der Grundschule des Ortes wurden für den Patientenanstrom vorbereitet. Die Patienten hatten Termine in der Gynäkologie, Pädiatrie, Inneren Medizin und Zahnmedizin zur Auswahl. Trotz der begrenzten Zeit konnten unsere Ärzte und Krankenschwestern rund 220 Patienten untersuchen.

Einige Fleißige um Christian von Rensen und Tibor Minge hatten eine Muppet-Show für die Kinder vorbereitet. Das Theater fand starken Anklang und musste am Nachmittag erneut aufgeführt werden.

Dra. Ana Delgado feierte – leider ohne Geburtstagslied – ihren großen Festtag. Zum Mittagessen schnitt sie eine Torte an, die bei allen müden Helfern weitere Energiereserven locker machte. Natürlich kümmerten sich unsere FSJ’ler um die Kinder. Es wurde viel gespielt und gelacht.

Als alle Mitarbeiter nach einer langen Fahrt durch Nebel und Regen Curahuasi in der Nacht erreichten, spürten sie in ihren Knochen, was sie geschafft hatten.

Bezahlt wurden die Expeditions-Teilnehmer mit dem Dank der Dorfbewohner und einer unvergesslichen Lebenserfahrung.

Pastor Marco Acuna hält eine Andacht.
Zum Frühstück gab es Quinua-Saft.
Die Patienten stehen Schlange.
Die Grundschule von Poltocsa. Hier fand der Dorfbesuch statt.
Eine Quechua-Indianerin mit Baby auf dem Rücken.
Dr. Anne-Rose Müller untersuchte die Kinder.
Die Zahnärzte hatten ihren Stuhl gleich mitgebracht.
Eine Muppet-Show für Kinder und Erwachsene
Viel Spaß für die Kinder
Um die 200 warme Kleidungsstücke wurden verschenkt.
Dra. Ana schnitt ihre Geburtstagstorte an. Auch sie sah viele Patienten.
Nach harter Arbeit eine kleine Verschnaufpause unseres Gynäkologen Dr. Jens Haßfeld. Unsere besten Mitarbeiter lassen wir von einem privaten Hund bewachen.
Die Ausrüstung wird wieder verladen.
Dr. Martina John rennt zum Auto. Jetzt warten fünf lange Autostunden. “Wir wollen auch noch untersucht werden!”, rufen diese Quechua-Frauen.
1 Antwort
  1. Dag Dittert

    Ihr seid solch ein Segen, und der Herr gebraucht Euch für großen Segen untereinander und die Bevölkerung – in diesem Fall aus Poltocsa. Großartig.