
Die Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
Dr. Trujillo muß es wissen. Bei einem TV-Interview am Dienstagnachmittag konnte der Dekan der peruanischen Zahnärzte mit einer interessanten Zahl aufwarten. 6000 Peruaner verdienen ihr Geld als Zahnärzte, obwohl sie gar keine sind. Quacksalber gibt es also auch bei der zahnärztlichen Versorgung. Aber haben in Europa nicht vor hundert Jahren sogar die Schmiede Zähne gezogen?
Der frühere Präsident des peruanischen pharmazeutischen Verbands „Adifan“ überraschte bei einem Besuch am Hospital Diospi Suyana mit der folgenden Bemerkung. Etwa 30 % der Medikamente auf dem Markt in Peru beinhalten überhaupt keinen Wirkstoff. Der Käufer bezahlt also nur für die Verpackung und die Zuckerpillen. Hier trifft der Satz zu: „Außer Spesen nichts gewesen!“
Schwere Verkehrsunfälle gehören in Peru zur Tagesordnung. Als ich am Dienstagmorgen in einen Kleinbus nach Curahuasi einsteige, kommt eine innere Ahnung in mir hoch. Ich gehe eine Runde um den Bus und inspiziere die Reifen. Der Reifen hinten rechts ist glatt wie ein Kinderpopo und der Reifen hinten links so abgefahren, dass die innere Struktur des Mantels schon offenliegt. Das tägliche Drama in Peru. Abgefahrene Reifen, kaputte Bremsen, alkoholisierte Fahrer, Übermüdung am Steuer. All das erklärt die katastrophalen Tragödien auf den Straßen des Landes. /KDJ











