Die Hoffnung hat Beine

Der Star des Tages heißt Marcos

Erst 2 Jahre alt und schon ein schwerer Fall. Marcos leidet an einer starken Beinverkürzung rechts. Der Grund ist ein fehlendes Wadenbein. Seine Eltern in Lima tragen ihren Sohn von einem Krankenhaus zum anderen. Natürlich hoffen sie auf eine Lösung, denn mit seiner Entwicklungsstörung (Dysmelie) wird Marcos nie laufen können. „Hier hilft nur die Amputation!“, lautete das Urteil einiger Ärzte in der Hauptstadt. Eine Horrorvorstellung für jede Mama und jeden Papa.

Schließlich hört die Familie vom Hospital Diospi Suyana in Curahuasi. Und schon begeben sie sich auf eine lange Reise in den Süden. Kinderarzt Dr. Oliver O’Neill ist einer der ersten, der den Kleinen untersucht. Die Röntgenaufnahme zeigt den Befund. Sofort schaltet er die Experten aus unserem Orthopädie-Zentrum ein. Christian Haupt und Daniel Müller sprechen sich gegen eine Amputation aus. Stattdessen fangen sie an zu messen und zu tüfteln. Das Ergebnis ihrer Bemühungen bringt Marcos wortwörtlich auf eigene Beine. Dank der Prothese lernt er laufen und beginnt seine Umwelt zu erkunden.  In die Zukunft geht der kleine Peruaner nun zu Fuß.

Auf Europäer und US-Amerikaner mag es seltsam anmuten, aber unser Orthopädie-Team hat mit den Eltern ein Gebet gesprochen. Ein Ausdruck des Dankes und der überschäumenden Freude.

Der deformierte Unterschenkel
Das dazugehörige Röntgenbild
2 Kommentare
  1. Häberle Elke und Peter

    Diospi getragen im Glauben,vollbringt im Namen unseres VATER’S
    wahre Wunder HALLELUJAH

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