Der Fluch des Zauberers

Kann dieser Teenager noch gerettet werden?

Der Quechua-Junge litt an einer ernsten Infektion der Weichteile. Durch die entstehende Blutvergiftung schwemmte der Kreislauf entzündliche Blutgerinnsel in die Lungenstrombahn. Das Leben Gensis hing am seidenen Faden. Sein Bruder konsultierte einen Zauberdoktor in der Gegend. „Opfere den Berggöttern (Apus) zwei Mahlzeiten!“ So lautete die Empfehlung des Medizinmanns. Und dann sagte der drohend: „Wenn Dein Bruder zum Krankenhaus geht, wird er sterben!“

Durch den Fluch des Medizinmanns ging wertvolle Zeit verloren. Endlich brachten die Eltern den Kranken in die Notaufnahme. Der Kampf um sein Leben dauerte einen ganzen Monat. Er überlebte die kritische Phase auf der Intensivstation und seinen Aufenthalt am Hospital Diospi Suyana. Es war die Kombination aus Gebet und modernster Medizin, die den Durchbruch brachten. Gestern wurde er nach Hause entlassen. Der Fluch des Curanderos (Zauberers) konnte gegen das Krankenhaus des Glaubens nichts ausrichten. /KDJ

(Legende: Die Kinderärzte Dr. Martina John und Dr. Christian Reibold sowie der Patient Gensi (16). /KDJ

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