
Im Hospital Diospi Suyana dürfen nur die Patienten und Tiere nachts schlafen
Das Kind ist keine zwei Jahre alt und kriegt kaum Luft in die Lungen. Die beiden Kinderärzte Dr. Martina John und Dr. Christian Reibold sowie die Krankenschwestern sind hellwach. Muss die Kleine intubiert werden? Medikamente und Sauerstoff. Jetzt muss alles ganz schnell gehen. Ein banger Blick auf den Monitor. Wie ist die Sauerstoffsättigung im Blut?

Techniker Ruben Bereswill hat sich die Nacht von Freitag auf Samstag wohl anders vorgestellt. Das Beatmungsgerät ist defekt und er sucht den Fehler. Seine Tüftelei wird schließlich von Erfolg gekrönt. Im Testlauf arbeiten alle Parameter wieder im grünen Bereich. Im Prinzip darf er sich wieder ins Bett legen.

Draußen regnet es. Die Fahrt über den Pass birgt Risiken in sich. Dr. Christian Reibold hat seine Zuversicht nicht verloren. Der Fahrer Don Donato ist ein erfahrener Mann. Er wird am Steuer schon nicht einschlafen. Krankenschwester Donna Aroyo sieht müde aus. Wenn es gut läuft, kann sie um 2 Uhr nach Hause gehen. Erst die Arbeit, dann der Schlaf.

In den meisten Zimmern des Spital brennt nur eine kleine Nachtbeleuchtung. Doch aus den Fenstern der Intensivstation scheinen helle Lichter. Zwei kritische Patienten wollen und sollen überleben. Jede Lebensgeschichte ist anders, aber Krankheit, Leid und Tod bedrohen uns alle. Doch es gibt einen wichtigen Unterschied. Wer auf Gott vertraut, rechnet mit Gottes Nähe. Ein König schrieb vor 3.000 Jahren: „Und ob ich schon wanderte durch das dunkle Tal, fürchte ich kein Unglück, denn Du (Gott) bist bei mir!“ (Aus Psalm 23)












