
Wir sind alle guter Dinge
Liebe Freunde, als ich Kind war, gab es im Norden nach den Nachrichten und dem Wetterbericht immer auch die Wasserstandsmeldung für die Nord- und Ostsee. Nein, so heftig ist die Regenzeit bei uns in den Anden nicht – doch Gummistiefel sind zumindest für die Baustelle Colegio schon notwendig. Auch der Neubau am Amphitheater profitiert von dem trockenen Wetter am Tage. Bei den Baustellen Residencia II (Hotel) und für der Christliche Begegnungsstätte sind die Ausbaugewerke im Gange. Die Überwachung der Baustellen für die Arbeitsabläufe, die Qualitäten und die Arbeitssicherheit sind zurzeit sehr herausfordernd. Aber jetzt zu den Baufortschritten:
Colegio: Die Arbeiten für den Anschluss zwischen den neuen und bestehenden Gebäuden kommen gut voran. Der Weg neben der Sporthalle ist verbreitert, die Inkamauer ergänzt, die Rampe hergestellt und die Treppe wird in diesen Tagen fertiggestellt. Zwei Räume im Block A sind verputzt und der Estrich ist gelegt, um dort die neuen Schulmöbel zwischenzulagern. Die Grundleitungen und Schächte für Strom- und Informationskabel sowie für die Wasserversorgungen sind fast alle verlegt.
Am Block A ist die Sitztreppe als Rand der Sportplätze im Bau. So langsam zeichnet sich auch der Schulhof ab. Schön zu sehen, wie es mit den wenigen Bauarbeitern voran geht. In den nächsten Tagen – sobald die Stahlprofile geliefert sind – wird mit dem Aufbau der Dächer begonnen werden.
Residencia II (Gästehaus): Durch den Außenputz hat sich das Gesicht des Rohbaus verändert. Mittlerweile wurde auch die Außentreppe hergestellt. Im Inneren des Gebäudes hat sich ebenfalls einiges getan. Der Estrich ist verlegt, die Wände sind verputzt und teilweise gestrichen. Es wurde mit der Verlegung der Elektrokabel begonnen und die Fenster sind in der Produktion. Nach wie vor sind hier um die 25 Arbeiter beschäftigt und hinter dem kurzen Bericht steckt sehr viel Arbeit – Handarbeit ohne große Unterstützung durch Putzmaschinen.
Amphitheater: Diese Baustelle hat schon einen befestigten Untergrund. So ist es möglich, dass die etwa 25 Mann an 6 Tagen in der Woche die Stahlkonstruktionen vor Ort zusammenschweißen können ohne (wie im Colegio) im Matsch arbeiten zu müssen. Der große Bogen ist schon erkennbar und die Träger für das Dach sind ebenfalls in der Produktion. Auch die neuen Fundamente für die neuen Stützen vor der Bühne sind betoniert. Spannend wird die Montage der Stützen, des großen Bogens und der ersten Dachträger. Dann wird die neue Konstruktion zum ersten Mal vor Ort und nicht nur auf den Plänen erkennbar.
Herzliche Grüße aus Curahuasi, Saludos, Christian

















