Sturz aus dem 3. (4.) Stock

Man sollte auf dem Bau nie unter Alkoholeinfluss arbeiten

Ein Martinshorn ertönt. Der Rettungswagen der örtlichen Gesundheitsstation bringt einen Verletzten zur Notaufnahme des Hospitals Diospi Suyana. Der 53-jährige Patient – nennen wir ihn mal Juan Quispe – ist bei Bewusstsein und das grenzt schon an ein Wunder. Wenige Minuten zuvor ist er aus dem 3. Stock  (entspricht dem 4. Stock in Nord- und Südamerika) in die Tiefe gestürzt. Er landete auf einem Sandhaufen vor der Baustelle und hatte damit Glück im Unglück. Inwieweit sein Alkoholspiegel für diesen Unfall mit verantwortlich war bleibt eine Spekulation für Jedermann.

Das Ergebnis: Drei gebrochene Rippen und ein zertrümmerter Oberschenkel rechts.

Die Behandlung in der Notaufnahme und in der Röntgenabteilung läuft wie ein Schweizer Uhrwerk nach Protokoll ab. Noch in der Nacht stabilisiert Traumatologe Dr. Fritz Meiswinkel den offenen Bruch mit einem Fixateur Externe und führt eine gründliche Wundreinigung durch. Kommt es zu keiner Infektion des Oberschenkels, dann folgt in den nächsten Tagen die definitive Versorgung der Fraktur mit einem Metallimplantat.

Ein Sprung vom Zehn-Meter-Brett im Schwimmbad geht meist gut aus. Ein Sturz aus gleicher Höhe aus einer Bauruine endet im Normalfall tödlich.

Blitzschnelle Erstversorgung in der Notaufnahme. Ein Ultraschall durch Notfallmediziner Dr. Benjamin Zeier. Krankenschwester Silvia am Kopfende. Rechts: Dr. Martina John
Auf dem Weg zur Computertomographie und den konventionellen Röntgenaufnahmen
Ein komplizierter Trümmerbruch des rechten Oberschenkels mit Beteiligung des Kniegelenks.
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