
Dreijähriges Mädchen mit schwerer Pathologie
Es war einer der vielen Versuche der Eltern bei ihrer kleinen Tochter endlich eine Diagnose zu erfahren, die vielleicht sogar zu einer rettenden Therapie führen könnte. Die kleine Emily leidet an einer schweren Spastik aller vier Extremitäten. Sie kann nicht laufen und nicht sitzen. Als Kinderarzt Dr. Christian Reibold das Mädchen vor sich sah, wusste er, dass nach drei langen Jahren endlich der wahre Grund des Leidens gefunden werden musste. Gemeinsam mit Dr. Martina John organisierte er eine MRT-Aufnahme des Kopfes und Halsbereichs. Unsere MRTs und CTs werden von Radiologen in den USA und Europa auf ehrenamtlicher Basis ausgewertet. Noch am gleichen Tag rief Radiologe Dr. Mike Hartung aus den USA an. „Der Rückenmarkskanal ist im Bereich des ersten Halswirbels extrem komprimiert (zusammengedrückt). Die Patientin sollte umgehend einem Neurochirurgen vorgestellt werden.
Unser Neurochirurg Andreas Warkentin wird erst in der zweiten Jahreshälfte in Peru eintreffen. Wie die Dinge liegen wäre er in unserem Bundesstaat Apurimac sogar der einzige Vertreter seiner Zunft. Mittlerweile haben wir das Mädchen nach Cusco verlegt und wir hoffen, dass ein Neurochirurg am Regierungskrankenhaus die notwendige Operation schnell durchführt.
Während der Geburt wurde das Kind mit dem Gesicht nach oben entbunden, dabei muss es zu einer teilweisen Verrenkung des Kopfes auf der Halswirbelsäule gekommen sein. Dank unseres Kernspintomographen wissen Eltern und Mediziner nun welches Problem dringend behandelt werden muss. /KDJ











