
Die Missionarsgemeinschaft verabschiedete gestern Christian und Gudrun Heuchert
In zwei Wochen werden die Heucherts ihre Koffer packen und nach Deutschland zurückkehren. Ihr Jahreseinsatz in Curahuasi war für Diospi Suyana von unschätzbarem Wert.
Rückblende. Christian ist Scheidungskind. Seine Kindheit ist hart und ohne viel Liebe. Kein guter Start. Als Jugendlicher gerät er in eine Abwärtsspirale ohne Hoffnung. Mit 16 Jahren steht er am Abgrund seines Lebens. Und mitten in seiner Ausweglosigkeit hat er eine Begegnung mit Gott. Von nun an geht es aufwärts.
Beruflich entwickelt es sich gut und er sammelt als Bauingenieur reiche Erfahrungen. Mit seiner Frau Gudrun, einer Erzieherin bzw. Krankenschwester, zieht er drei gemeinsame Kinder auf. Während der Pandemie beginnt er seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Schwere Gespräche und brutale Wahrheiten muss er verarbeiten.
Am 6. Juni 2024 sitzen die beiden im Publikum einer Kirchengemeinde in Pforzheim. Ein Missionsarzt berichtet von Fügungen und Wundern beim Bau eines Spitals in Peru. Am Ende ein kurzes Kennenlernen und ein Handschlag. Kommt der 20. Juni – Christian hat eine unangenehme Reise vor sich. In Hamburg muss er eine letzte entscheidende Aussprache führen, um seine eigene Geschichte von damals zu bereinigen. Geschafft! Nun ist er frei. Die Altlasten seines Leben liegen hinter ihm. Ob jetzt neue Aufgaben auf ihn warten? Am späten Nachmittag des gleichen Tages ruft der Referent des Vortrages an und lädt ihn nach Peru ein. Diese Koninzidenz hat es in sich und findet sogar Erwähnung im Tagebuch seiner Frau.
Der Ingenieur leitete die Bauarbeiten der Schulerweiterung sowie eine ganze Reihe von Projekten nebenbei. Er überwachte als Consulting Partner den Bau des Gästehauses auf dem Krankenhausgelände. Und schließlich überprüfte er als ausgewiesener Experte die Statik des neuen Amphitheaters. Gudrun half in den Ambulanzräumen des Spitals und später bei der schulichen Betreuung der Missionarskinder. Die Dankesworte bei der gestrigen Verabschiedung unterstrichen die große Bedeutung ihres Engagements.
Ein Statement von Christian Heuchert wird in Erinnerung bleiben. „Ich habe es mir abgewöhnt an Zufälle zu glauben!“ Ja so ist das, wenn wir uns Gott zur Verfügung stellen, wird unser Lebensweg wundersam und spannend. /KDJ
Bildlegende: Der Bauingenieur erzählt. Seine Frau Gudrun sitzt in der ersten Reihe.











