Wieder im Knast

Chirurg auf Abwegen?

Allgemeinchirurg Dr. Lukas Steffen ist eine Säule im Team von Diospi Suyana. Am Samstag ging er in den Knast von Cusco und stiftete eine Reihe von Leuten ebenfalls dazu an. Sozialpädagoge Tobias Vanheiden und Jannik Schmidt aus unseren Werkstätten boten Schützenhilfe und brachten noch einige peruanische Bekannte mit.

Was viele nicht wissen ist, dass der Schweizer als Jugendlicher tatsächlich eine Haft im Jugendgefängnis verbrachte. Der Drogenabhängige und Alkoholiker war im Prinzip nach der Schulzeit schon mit dem Leben fertig.

Aber ein Erlebnis in einer Kirche auf den Philippinen gab ihm eine völlig neue Wendung. Am Samstag berichtete der Missionsarzt vor rund 100 Häftlingen. Seine Botschaft war klar und deutlich: „Was Jesus Christus für mich getan hat, das kann er auch für Dich tun!“ Am Ende seiner Predigt knieten 12 Häftlinge vorne nieder. Sie baten Gott bewusst um Vergebung ihrer Sünden und einen Neustart im Leben.

Egal, wo wir sind und was wir verbrochen haben, Gott nimmt uns an, wenn wir es denn wollen. Vermutlich ist der eigenen Stolz die größte Hürde um mit Gott in Verbindung zu kommen. /KDJ

Das Gefängis in Cusco wurde ursprünglich für 1.200 Gefangene errichtet. Allerdings sind dort mittlerweile 3.700 Häftlinge untergebracht.

Gruppenfoto im Gefängnis. Lukas Steffen mit Schal

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