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Mittwoch, der 12. Dezember gegen 10:30 Uhr. Ein Taxi fährt an den Haupteingang des Spitals. Die drei Insassen nehmen im Wartezimmer Platz und sehen mit den anderen Patienten den Jesus-Film auf einem großen Bildschirm. Eine von ihnen ist ein 15-jähriges Mädchen. Sie schreit plötzlich wie wahnsinnig und schlägt wild um sich. Daneben stehen eine weinende Mutter und eine verstört wirkende kleine Schwester. Mit einer Trage wird die Patientin in den Notfallraum der Ambulanz geschoben.

Mehrere Mitarbeiter halten das Mädchen fest, damit es sich nicht verletzt. Dr. Martina John legt sofort einen venösen Zugang, nimmt Blut für Labortests ab und verabreicht umgehend 10 mg Diazepam (Valium). Das Medikament hilft in dieser Dosis meist um einen epileptischen Krampfanfall zu kontrollieren. Das Medikament bleibt bei der Patientin aber völlig wirkungslos.

(Kinderärztin Dr. Martina John verfügt über eine 25-jährige Berufspraxis und hat unzählige Kinder mit Epilepsie betreut)

Dr. John befragt nun die Mutter um eine kurze Vorgeschichte (Anamnese) zu erheben. Nach Aussage der Mutter begannen die Anfälle bei ihrer Tochter drei Wochen zuvor als ihre kleine Schwester zu Hause aus der Bibel vorgelesen hatte. Sie wurde in das Stadtkrankenhaus aufgenommen und mit vier Psychopharmaca (Neuroleptica) behandelt. Ohne Erfolg. Es folgte die Überweisung an einen Psychiater in Cusco mit der Arbeitsdiagnose „Psychotisches Syndrom“ und die Verordnung eines Kopf-CTs zum Ausschluss einer hirnorganischen Ursache (z.B. Tumor). Allerdings fuhr die Mutter mit ihrer Tochter nicht nach Cusco, sondern zum Hospital Diospi Suyana in Curahuasi.

Zurück zum Mädchen auf der Liege. Es ist nicht ansprechbar. Sein Blick ist wirr. Es schlägt weiterhin wild um sich. Dr. John entscheidet sofort ein CT anfertigen zu lassen. Fünf Krankenschwestern und Pfleger helfen Dr. John das Mädchen durch den Wartesaal in Richtung Röntgenabteilung zu schieben. Eine Flügeltür (vor dem Labor) öffnet sich nicht richtig. Da kommt Logistik-Mitarbeiter Agustin Landeras vorbei und hilft beim Öffnen der Tür. Dr. John bittet ihn sofort den Krankenhauspastor zu verständigen.

Eine Minute später erreicht man den Raum, wo der Computertomograph steht. Dort warten bereits zwei Röntgenmitarbeiter.  Außer der Patientin, stehen nun zehn Mitarbeiter um die Patientin herum. (Dr. John, eine Medizinstudentin, drei Krankenschwestern, ein Krankenpfleger, zwei Röntgenmitarbeiter, Agustin Landeras und Pastor Santos).

Während die Mitarbeiter versuchen das Mädchen festzuhalten spricht aus dem Mädchen eine laute Stimme: „Ich werde sie nicht verlassen. Ich komme wieder!“

Die Mitarbeiter beginnen gemeinsam für das Mädchen zu beten. Alle sind überzeugt, dass ein Fall von Besessenheit vorliegt. Ein schauderhaftes Lachen ertönt aus dem Mädchen. Und die Stimme spricht wieder: „Ich werde sie nicht verlassen, ich komme wieder!“ Die Mitarbeiter rufen: Doch, Du musst sie verlassen im Namen Jesu!

Pastor Santos und Agustin halten den Kopf des Mädchens fest, um einer Verletzung vorzubeugen. Beide berichten übereinstimmend, dass der Kopf des Mädchens seine Größe mehrmals verändert habe. Es ist wie eine surreale Szene aus einem Gruselfilm.

Mit Unterbrechungen wird ein Kopf-CT gefahren. Die Aufnahme ist völlig unauffällig.

Der Aufenthalt in der Röntgenabteilung dauert etwa 30 Minuten. Die zehn Mitarbeiter sind kaum in der Lage das Mädchen zu bändigen. Seine Kräfte sind völlig unnatürlich groß. – Nun schieben alle die Liege mit dem Mädchen zurück in die Notaufnahme. Die Mitarbeiter beten laut weiter. Ein weiterer Kinderarzt kommt hinzu und betet mit.

Erneut ertönt ein schreckliches Lachen und die Stimme „Ich bleibe!" –  Zwischendurch schaut das Mädchen gequält zu den Mitarbeitern und stöhnt: „Helft mir!“

Agustin Landeras verlässt den Raum und verständigt per Telefon weitere Mitarbeiter. In wenigen Minuten versammeln sich rund 25 Angestellte (Peruaner und Missionare) in der Kirche und beten pausenlos für das Mädchen)

Als Agustin Landeras wieder am Bett steht, wendet sich das Mädchen ihm zu. Seine Augen sind plötzlich völlig schwarz und eine Stimme spricht zu Agustin für alle vernehmbar:

„Du hast Angst vor mir, Du zitterst in Deinem Herzen!“ – Agustin antwortet: Ja, ich habe Angst, aber Jesus ist stärker!“

Das Mädchen schreit weiter und schlägt um sich. Sein Gesicht ist zu einer Fratze verzehrt. Zeugen berichten, sie hätten noch nie so eine Art von Schreie gehört.

Schließlich spricht die Stimme wieder: „Ich gehe und komme nicht mehr zurück!“

In diesem Augenblick wird das Mädchen völlig ruhig. Es kommt zu sich und ist völlig normal. Der Pastor betet mit ihm und befiehlt es der Obhut Gottes an.

Dr. John interviewt nun die Patientin, die sich nicht an die vorausgehenden Geschehnisse erinnern kann. Danach verständigt sie telefonisch den Pastor einer Kirchengemeinde im Wohnort der Patientin mit der Bitte das Mädchen und die Familie weiterhin zu betreuen. Der Aufenthalt in der Notaufnahme nach Rückkehr vom Computertomographen dauerte etwa 1 Stunde. Soweit der Fallbericht.

Interpretation: Wenn Sie die Existenz von bösen Mächten ablehnen, dann müssen sie nach einer medizinischen Erklärung suchen. Vielleicht nennen sie den Vorfall einen Ausdruck einer starken Persönlichkeitsstörung oder einen völlig atypischen epileptischen Anfall. Nach dem Leitmotiv: „Nicht sein kann, was nicht sein darf“. Für Atheisten kommt eine Besessenheit als Möglichkeit nicht in Frage.

Die Bibel beschreibt im Neuen Testament eine Vielzahl von Besessenheiten und Austreibungen durch das Gebet unter Anrufung des Namens Jesu Christi.

Im Hospital haben wir in fünf Jahren und zwei Monaten etwa 96.500 Patienten behandelt. Dieser beschriebene Fall ist bei uns einmalig. Sein Hergang zeigt aber viele Übereinstimmungen mit biblischen Berichten und unzähligen Erfahrungen, die von evangelischen und katholischen Christen im Laufe der Geschichte gemacht worden sind.

Das Urteil bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Alle beteiligten Augenzeugen sind von dem Fall einer Besessenheit mit nachfolgender Befreihung durch Gebet überzeugt. Ich selbst habe keine Zweifel an der Authentizität des Berichtes. Die Befreiung des Mädchens spricht von der Größe Gottes, die stärker ist als jede Macht des Bösen. Und mit Johann Sebastian Bach sollten wir sagen: Soli Deo Gloria! – Gott allein gebührt die Ehre!“ /KDJ

Falls Sie uns Ihre Meinung mitteilen möchten, schicken Sie bitte Ihre E-Mail an: info@diospi-suyana.org

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