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Radio Diospi Suyana

Wem kann man noch vertrauen?

Das kurzlebige Geschäft mit Kontakten

Am 7. August empfing mich der peruanische Innenminister Jorge Eduardo Montoya Pérez in seinem Büro. 90 Minuten lang hörte der hohe Würdenträger viele Einzelheiten der Geschichte von Diospi Suyana. Der Minister war im Kabinett sogar für den Bundesstaat Apurimac zuständig, das heißt, er hatte die Möglichkeiten, unserer Mission eine gewisse Rückendeckung zu geben. Das Band der “Freundschaft” wurde durch seinen Besuch des Spitals am 22. August noch deutlich gestärkt. Am Montag trat er wegen einer kleinen politischen Affäre zurück. Sang- und klanglos.

Am 4. August hörte der Staatschef Martín Vizcarra den Vortrag über das Krankenhaus des Glaubens in seinem Amtssitz. Nun einen besseren Kontakt als den zur Spitze der Hierarchie dürfte es kaum geben. In diesen Tagen diskutieren die Kongressabgeordneten allerdings im Parlament ein Amtsenthebungsverfahren. Es geht um ein Spiel von Intrigen und allerhand Nebensächlichkeiten.

Im Buch der Bücher steht geschrieben: “Es ist besser, auf den Herrn zu vertrauen, als sein Vertrauen auf Menschen zu setzen. Ja, es ist besser, auf den Herrn zu vertrauen, als sein Vertrauen auf Fürsten zu setzen. (Psalm 118, 8-9)

Manche sagen, dass sie nur noch sich selbst vertrauen. Nach endlosen Enttäuschungen und Frusterfahrungen wegen falscher Freunde, setzen sie ihre Hoffnung ausschließlich auf sich selbst. Doch auch die eigenen Kräfte lassen einmal nach. Eigene Einschätzungen können trügen und immer wieder entdecken wir, wie eng es um den eigenen Spielraum beschaffen ist.

In den Sprüchen (Sprüche 3,5) bemerkt ein Weiser einsichtig: “Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen!”

(Bildlegende oben: Im Eingangsbereich des Missionsspitals: Der Minister in roter Weste. Auf seinen beiden Seiten steht ein Kongressabgeordneter.)