Warum ist Diospi Suyana immer eine Zitterpartie?

Ich erinnere mich noch sehr gut an einen Samstag im Januar 2002. Vor mir auf dem Bildschirm hatte ich die erste Seite eines Projektentwurfs für ein Missionsspital gerade schriftlich festgehalten. Die Vision klang fantastisch und hatte meine Frau und mich seit Jahren umgetrieben. Geld hatten wir natürlich nicht. Ich ahnte, dass Diospi Suyana als Werk des Glaubens in die unbegrenzten Möglichkeiten Gottes zu einem Thriller werden könnte.

April 2003: Olaf Böttger und ich schickten uns an in Peru ein Grundstück zu kaufen. Wir verfügten über keinerlei Geldmittel und die Reise stand unmittelbar bevor. In den letzten Tagen vor Abflug erhielten wir dann 25.000 Euro von mehreren Spendern. So hatten wir förmlich aus dem Nichts den Grund und Boden für ein Spital.

April 2003: Wir verhandelten mit der Baufirma Constructec über einen Planungsvertrag. Der Preis für alle Planungsarbeiten lag bei 60.000 USD. Wir unterschrieben mutig das Dokument. Es gab aber einen Schönheitsfehler. Wir hatten keinen Dollar in der Tasche.

24. Mai 2005: Wir vollzogen den ersten Spatenstich. Das Spital würde mit seiner Ausrüstung über 5 Millionen USD kosten. In 1 1/2 Jahren hatten meine Frau und ich auf unserer Rundreise durch Deutschland aber “nur” 600.000 USD gesammelt.

Juni 2006: Das Kulturininstitut Apurímacs wollte die Baustelle wegen einer fehlenden Lizenz stilllegen. Eine Geldstrafe von bis zu 700.000 USD wurde uns angedroht. Uns stand das Wasser bis zum Hals. Zwei Wochen später übernahm die Gattin des Staatspräsidenten die Patenschaft und alle Geldforderungen verschwanden in der Schublade.

August 2007: Zwei Wochen vor der Einweihung blieben uns nur 23 Soles (6 Euro) und 58 USD auf unseren Arbeitskonten. 100 Leute waren im Einsatz und es fehlte an allen Ecken und Enden. Es blieb uns nur eines übrig – das Gebet.

In den folgenden zwei Wochen schickten uns Freunde aus aller Welt und eine Firma aus Peru einen Betrag von insgesamt 100.000 USD.

Solange ich Diospi Suyana kenne (und ich kenne es von Anfang an), lebten wir immer in Abhängigkeit von Gott ohne jegliche menschliche Erfolgsgarantien. Die Antwort auf unsere Ängste lag nie auf unserem Konto, aber immer in Gottes Hand.

Manchmal wünschte ich mir ein anderes Setup, nämlich einen garantierten Festbetrag eines Großspenders. Ich müsste mir nachts keine Sorgen mehr machen und könnte morgens länger schlafen. Doch ich weiß, diese Sicherheit wäre das Ende von Diospi Suyana.

Ein Werk im Vertrauen auf Gott macht die Erfahrung, dass der Glaubende am Abgrund nicht in die Tiefe stürzt, auch wenn er strauchelt. Der Glaubende erlebt, dass Gott am nächsten ist, wenn die Not am größten ist. Aus diesem Abhängigkeitsverhältnis zu Gott geschehen Dinge, die ein normales menschliches Weltbild sprengen. Gott handelt und beweist seine Realität. Die ständige Zitterpartie, ob Gott im letzten Augenblick rettend eingreift, wird zu einem ständigen Abenteuer.

Das macht Diospi Suyana zu dem, was es ist. In den verschiedenen Arbeitsbereichen ist Diospi Suyana schon jetzt ein großer Segen für viele. Aber noch wichtiger ist die Botschaft, die unüberhörbar von Diospi Suyana in alle Welt ausgeht. Gott ist real und er enttäuscht den nicht, der sich an ihn klammert.

Ich habe mich manchmal gefragt, warum schon über 20 Millionen Menschen in Deutschland, Peru und den USA von Diospi Suyana gehört haben. Warum und wie dieser “Publicity-Erfolg” möglich wurde. Ich denke, Gott wollte, dass die “Zitterpartie Diospi Suyana” zu einem Bekenntnis des Glaubens wird – in einer Generation, die den Glauben an Gott längst verloren hat./KDJ

Was steht heute an?

9 Uhr: Telefongespräch mit der Firma Extrata

10 Uhr: Vortrag bei einer Möbelfirma

11 Uhr 30: Gespräch bei der Firma Buenaventura

18 Uhr: Gepräch mit der Aufsichtbehörde der Krankenhäuser bezüglich unserer Lizenzen.

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