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Radio Diospi Suyana

Von Stadelmanns Umgang mit Rückschlägen

Entsetzt stellen Ellinor und Frank Stadelmann aus dem württembergischen Neuhausen eines Morgens fest, dass das Diospi-Suyana-Einweckglas aus ihrer Arztpraxis gestohlen worden war. Nach dem ersten Schock sagte Frank spontan,  dass die Quechuas auf keinen Fall darunter leiden sollen – und dass sie den Verlust durch eine private, große Spende ersetzen wollen.

Eigentlich sollte das Geld ja für ganz andere „Baustellen“ verwendet werden: zum Beispiel für den Ausbau einer Scheune oder für die höhere Miete neuer Praxisräume  … Trotzdem: Ellinor war einverstanden. Sie bräuchten sowieso ein Wunder von Gott, um die Genehmigung der Behörden, das Geld und die richtigen Handwerker für die Scheune zu bekommen. „Also, was liegt näher, als Gott Geld in die Hand zu geben – für Diospi Suyana, das mir einfach am Herzen liegt“, stellt sie fest.

Bis das neue Glas eintraf, war am alten Standort folgende Nachricht zu finden:

  

Liebe Patienten,                          

wir sind sehr, sehr traurig darüber, dass die Spendenkasse für das Hospital Diospi Suyana aus unserer Praxis gestohlen wurde. Damit dieses Geld jetzt dem Missionshospital in Peru für Medikamente, medizinische Geräte und die Behandlung der ärmsten Patienten, die selbst keine Krankenversicherung haben, nicht fehlt, werden wir (E. + F. Stadelmann) es aus unserem privaten Geld ersetzen.

Es tut uns auch für unsere Patienten Leid, die Diospi Suyana unterstützt haben, indem sie immer wieder etwas hineingetan haben.

Die Frage ist: warum Er oder Sie das gemacht hat? Ist die Person auch so arm dran wie ein Quechua-Indianer? Wir sehen durchaus, dass viele Menschen in unserem Umfeld soziale oder finanzielle Probleme haben. Dennoch möchten wir behaupten, dass unser Staat hilft, ob finanziell oder medizinisch.

Meine Frau und ich stehen Ihnen auch immer wieder gerne zu einem Gespräch zur Verfügung, wenn Sie es möchten.

Wir haben unseren Patienten Vertrauen geschenkt und werden es auch weiterhin tun. Wir werden nochmals ein Glas in das Wartezimmer stellen. Wir würden uns freuen, wenn Sie weiterhin mit uns an das Gute glauben und sich nicht von so einem Rückschlag entmutigen lassen zu spenden.

  

Wir sagen danke

E. und F. Stadelmann

  

Möchten Sie auch gerne ein Einweckglas aufstellen, in Ihrer Gemeinde, bei Ihrem Bäcker, Metzger, Frisör oder in Ihrer Praxis? Sie können es anfordern unter Tel. 06442 200049 oder info@diospi-suyana.org.