Von einem Anruf aus Ayacucho nach Deutschland

Bis zu einem Baby-Inkubator in Peru mit Geld aus den USA

Wir leben im Zeitalter der Globalisation. Lieferketten, Entscheidungswege und Produktionsanlagen liegen oft weit auseinander und sind in Wahrheit doch eng miteinander verbunden.

Dezember 2021 kurz vor Weihnachten. Meine Frau und ich verbrachten einige Tage in Ayacucho im südlichen Hochland Perus. Eigentlich hatte wir eine Woche Urlaub, aber an mehreren Tagen fuhren wir am Stadtrand durch die Berge und suchten einen adäquaten Platz für eine Sendeanlage von Diospi Suyana.

An einem Morgen kurz nach dem Zähneputzen im Hotelzimmer fand mit der Aumund-Foundation in Deutschland ein Anruf statt. Diese Stiftung hatte dem Krankenhaus während der Pandemie drei neue Beatmungsgeräte für die Intensivstation gesponsert. Das Telefongespräch war kurz und knapp: “Wir könnten Diospi Suyana über die Aumund-Corporation in den USA noch mit einem bestimmten Geldbetrag “X” unterstützen. Was brauchen Sie?”

Der Geldbetrag wurde zeitnah überwiesen und sofort investiert. Die Hissin Medizintechnik GmbH, die Diospi Suyana schon seit 2009 großzügig begleitet, machte uns ein phänomenales Angebot für die Anschaffung eines speziellen Transportinkubators für Neugeborene. Im letzten Container kam das gute Teil am Krankenhaus an. Die Bilder von Pit Werner zeigen, alles passt wie die Faust aufs Auge.

Also wir danken der Aumund-Foundation und der Aumund Corporation. Wir zeigen “Daumen hoch” für die Hissin GmbH in Oberursel. Und wir klopfen Tobias Lächele (Medizintechnik-Diospi Suyana) und Pit Werner (Werkstätten) so anerkennend auf die Schulter, dass es schon weh tut. Sie haben sich bei der Durchführung des Projektes verdient gemacht.

Und was hat diese Anschaffung eigentlich gekostet? Der Betrag lag im fünfstelligen Bereich. Wir wollen allerdings die Vertraulichkeit wahren und halten uns ohnehin an den Spruch: “Über Geld spricht man nicht, das hat man!” Bei Diospi Suyana würden wir diese Aussage etwas modifizieren: “Über Geld spricht man nicht, Gott hat es!”/KDJ

Der Transportinkubator für Babys in unserem Rettungswagen