Vier Fotos im Vorübergehen

Der anonyme Beobachter ist auf dem Weg zum Krankenhaus. Sein Blick fällt aus dem Wagen nach links auf eine Indianerin am Straßenrand. Schwer beladen geht sie den Berg hinauf. Das Missionsspital Diospi Suyana möchte genau diesen Menschen eine medizinische Versorgung bieten, die es sonst nur für die Reichen Perus gibt. Caritas und Qualität für die Nachfahren der Inkas.

Am Gelände der Baustelle angelangt, dreht der anonyme Beobachter eine Runde um das zukünftige Spital. Das Grundstück hat die Form eines Dreiecks und eine Strecke von über 800 Metern gilt es dabei zurückzulegen.

Einige Bauarbeiter treffen gerade Vorbereitungen für das Giessen des letzten Deckenbereichs über den Operationssälen. Am Montagmorgen soll dieser Abschnitt abgeschlossen werden. Wenn die Container eintreffen, bieten diese 550 m2 Platz zur Zwischenlagerung aller Gerätschaften.

An einer Mauer des Hauptgebäudes steht ein neues Gerüst. Hier werden ab Montag nun auch außen Putzarbeiten durchgeführt. Bis zur Fertigstellung des Spitals werden noch gut 10.000 Sack Zement benötigt.

Der anonyme Beobachter ist ziemlich müde und fährt nach Hause. Im Büro hängt eine Planungstafel mit vielen Zahlen. Eine von ihnen lautet: 1.862.920 USD. Genau diesen Betrag hat Diospi Suyana an die Baufirma bis heute überwiesen. In zwei Wochen werden die nächsten 83.000 USD fällig. Von diesem Betrag liegen 36.000 USD auf dem Konto. Vielleicht kommt noch eine Steuerrückzahlung von 20.000 USD hinzu. Das Geld wird eintreffen, woher und von wem, weiß der anonyme Beobachter natürlich nicht. Aber er hat die Erfahrung gemacht, dass ein Projekt im Vertrauen auf Gott auch von Gott gesegnet wird und zwar in jeder Hinsicht.