Sieben gute Freunde unterstützen Diospi Suyana

Vorbildliche Lebensführung

Unsere sieben Alpacas helfen den Gärtnern beim Rasenmähen. Ihr Einsatz geschieht ehrenamtlich also ohne jede Bezahlung. Sie arbeiten selbst nach Dienstschluss ohne zu murren. Mit ihrer exemplarischen Lebensführung könnte man sie fast Missionare nennen. Sie machen keine Randale und fühlen sich dem Friedensgedanken verpflichtet. Jeder, der sie sieht, freut sich über ihr freundliches Auftreten.

Das Gleiche kann man von der politischen Führungsschicht leider nicht sagen. Gestern hat die Staatsanwaltschaft mehrere Personen aus dem Umfeld des Präsidenten festgenommen. Seine Schwägerin ist untergetaucht, wie auch sein Neffe. Es wird nun offziell gegen den Regierungschef ermittelt. Der Vorwurf lautet: Er selbst leite eine kriminelle Vereinigung. Gestern publizierten die Medien ein Schaubild, das ihn und seine Familie ins Zentrum der korrupten Machenschaften rückt.

In einer Rede an die Nation stellte sich Pedro Castillo gestern Abend als Opfer der Staatsanwaltschaft, der Medien und des Parlamentes dar. Mit keiner Silbe ging er auf die lange Liste der Vorwürfe und Anklagen ein. Gleich drei Kronzeugen aus dem inneren Kreis des Präsidenten arbeiten mittlerweile mit der Staatsanwaltschaft zusammen.

Die Zukunft bleibt ungewiss. Möglicherweise wird der Präsident das Parlament auflösen und sich zum Diktator aufschwingen, um weitere Ermittlungen zu unterbinden. Aber sein Rückhalt in der Bevölkerung schwindet. Dreiviertel der Peruaner fordern mittlerweile seinen Rücktritt. Kein schönes Thema. Da reden wir doch lieber wieder über unsere Alpacas.

1 Antwort
  1. Peter Hasselbach

    Wie traurig für ein schönes Land mit einer so guten Perspektive.

    Psalm 31:24 Liebet den Herrn, ihr, seine Heiligen; / seine Getreuen behütet der Herr.