Preise – ein heißes Eisen

Das Hospital Diospi Suyana verfolgt keine Gewinnabsichten und seine Mitarbeiter sehen sich der christlichen Nächstenliebe verpflichtet. Nichts desto trotz müssen Preislisten her, die für alle Patienten transparent und verständlich sind. Die Hälfte des Budgets soll allerdings über Spenden finanziert werden, da die meisten Berglandindianer in extremer Armut leben.

Die Eröffnung des Bettenhauses und die Inbetriebnahme der Operationssäle stehen bevor, kein Wunder, dass derzeit verschiedene Preis-Modelle diskutiert werden.

Das Missionsspital möchte im Rahmen seiner Möglichkeiten allen Patienten in Not helfen, aber es kann nie mehr austeilen als es zuvor über Spenden oder bezahlte Patientenrechnungen erhalten hat. Zwei zutiefst menschliche Faktoren müssen ebenfalls bedacht werden.

1. Einige zahlungskräftige Patienten werden versuchen die Wohltätigkeit des Krankenhauses auszunutzen.

2. Ein behandelter Patient wird nach der Entlassung aus dem Krankenhaus nur im Ausnahmefall den fehlenden Betrag seiner Rechnung begleichen, selbst wenn er über genügende eigene finanzielle Mittel verfügt.

In diesen Tagen sind unsere Verwaltungsexperten Hanna Böker und Katrin Krägler fleißig am Rechnen. In der täglichen Praxis wird es dann die Aufgabe eines Sozialarbeiters sein die Patienten zu evaluieren.

Am gestrigen Morgen säuberten freiwillige Helfer aus mehreren evangelischen Kirchengemeinden die Zugangsstraße zum Krankenhaus.

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