Money, Sex and Power

Nichts Neues unter der Sonne: Geld, Sex und Macht

Das Leben ist vielschichtig und die Politik ist es auch. Stammtischgerede kratzt nur an der Oberfläche und dient dazu, einmal Dampf abzulassen. “Die da oben wollen sich ja nur die Taschen füllen!” – Wer allerdings die peruanische politische Klasse der letzten 20 Jahre einer Prüfung unterzieht, wird um eine deprimierende Feststellung nicht herumkommen. Geld, Sex und Macht spielten bei den meisten Entscheidungen eine enorme Rolle.

Am Sonntagabend kam ich auf der letzten Seite an. Der jüdische Geschichtsschreiber Josephus beschreibt in den “Altertümern” die jüdische Geschichte und “Im jüdischen Krieg” die Ereignisse um die Zerstörung Jerusalems, die gleichzeitig die Auflösung des jüdischen Staats 70 AD bedeutete. Seine Kommentare werfen aber auch Schlaglichter auf die römische und griechische Gesellschaft. Um einen Großteil des Inhalts seiner beiden epochalen Werke mit vier Worten zu beschreiben, könnte man sagen: Geld, Sex und Macht.

Paul L. Maier kondensiert die beiden Klassiker von Josephus auf knappe 400 Seiten. Auch auf Spanisch gut lesbar.

Gestern erhielt Diospi Suyana eine großzügige Spende von einem Unterstützer aus Nordrhein-Westfalen. Unter der Banküberweisung stand der folgende Satz:

“Zum Dank ihrer Überwindung von Gier nach Geld und Macht durch Glauben an Gott!”

Viele Unterstützer hinterlassen auf den elektronischen Bankformularen kurze Kommentare. Aber Dr. Reuter trifft mit seinen Worten ins Schwarze.

Paulus hat diesen Tatbestand vor langer Zeit in einem Brief an Christen in Kleinasien folgendermaßen beschrieben: “Es ist wahr: Wer zu Jesus Christus gehört, der hat sein selbstsüchtiges Wesen mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz geschlagen. Durch Gottes Geist haben wir neues Leben, darum wollen wir uns jetzt ganz von ihm bestimmen lassen!” (Gal. 5,24+25)

Am Ende des Tages ist die Art und Weise wie wir leben die eigentliche Botschaft unseres Daseins. Die Bibel sagt, dass Gottes Kraft so stark ist, dass sie den Egoismus des Menschen überwinden kann. Wenn in 100 Jahren einmal Historiker bei Diospi Suyana Hinweise auf die Richtigkeit dieser Aussage finden sollten, hätte sich unsere Arbeit mehr als gelohnt. /KDJ