Mit 35 auf der letzten Wegstrecke

Pedro Huamanga* braucht die Sauerstoffmaske. Ohne sie verspürt er einen quälenden Lufthunger. Das Problem ist sein Herz. Als er vor 35 Jahren das Licht der Welt erblickte, hätte ein Chirurg seinen Herzfehler durch eine Operation beheben sollen. Aber er kam in Peru zur Welt und nicht in Deutschland oder in den USA. Jetzt ist es zu spät. Er liegt im Sterben. 

Internistin Dr. Kirsten Morigeau behandelt ihn, aber viel kann sie nicht ausrichten. Ihr freundliches Wesen und ihr Lächeln sind fast wichtiger als die Medikamente. Gestern Morgen gruppierte sich das ganze Ärzteteam um sein Bett. Die Ärzte philosophierten nicht über mögliche Differentialdiagnosen, sondern sie beteten gemeinsam für Pedro.

Pedro ist übrigens überzeugter Christ. Aber ob ihm sein Glaube im Angesicht des Todes hilft? Was vermuten Sie?

Gestern sagte der Todgeweihte, er habe keine Angst vor dem Sterben. Er ginge ja zum Herrn. Und er vertraue darauf, dass Gott seine Frau und seine beiden Kinder, 13 und 15 Jahre alt, durchtragen werde.

* Name verändert

Click to access the login or register cheese