Matthias Stephani – nicht für das Rampenlicht geschaffen

Der Chirurg aus Hemsloh ist zum vierten Mal am Missionsspital tätig. Matthias Stephani versteht eine Menge von der schneidenden Kunst. In der vergangenen Nacht konnte er bei Freddy S., der mit einem Bauch voller Eiter als Notfall operiert werden musste, wieder einmal seine Fertigkeiten unter Beweiss stellen. Die Entfernung eines Teil vom rechten Dickdarm war genau die richtige Maßnahme um den jungen Mann am Leben zu erhalten.

Der leidenschaftliche Violinist hat ein bescheidenes Auftreten. Einen roten Teppich braucht man für ihn nicht auszurollen, Stephani würde ihn nicht betreten. Und für ein Foto ist er eigentlich auch nicht zu haben, aber unser Spital-Fotograph zog die Kamera wie ein Revolverheld seinen Colt.

Die beiden Anästhesistinnen Irina Staud und Sabine Remppis schlugen sich ebenfalls im OP die Nacht um die Ohren. Wir danken allen Mitarbeitern, die sich um das Wohl unseres Patienten verdient gemacht haben. Auf der Intensivstation kümmert sich jetzt Lydia Huamannahui hingebungsvoll um den frisch Operierten. Ihr Name bedeutet auf Quechua "Adlerauge" und genau das benötigt man am Krankenbett, damit nichts anbrennt.