Man kann vom Papst halten was man will

Nicht wenige haben sich über den Besucher aus Rom geärgert. Sie wollten mehr von ihm hören als Worte des Glaubens. Nun ist er wieder fort und die Journalisten geben ihre Meinungen zum Besten.

Mir imponiert es aber sehr, dass der Papst an dem festhält, was er für richtig hält. Wahrscheinlich ist er damit in Deutschland nicht mehrheitsfähig, aber das ist nicht weiter tragisch.

Wir Christen, egal in welcher Konfession wir zu Hause sind, sollen dem Gekreuzigten und Auferstandenen nachfolgen. Dabei spielt es keine Rolle woher der Wind des Zeitgeistes bläst. Auch bei Diospi Suyana geht es um den Inhalt des Glaubens. Wenn die Zeitungen positiv über uns berichten, schön. Und falls sie uns mal kritisieren sollten – wegen unseres Glaubens – auch nicht schlimm.

Ich wünschte mir im protestantischen Lager eine ähnlich klare Haltung und die gleiche tiefe Frömmigkeit, die den Papst auszeichnet. Sicherlich wären dann viele evangelische Gottesdienste besser besucht als das vielerorts der Fall ist. /KDJ