Man braucht Nerven wie Stahlseile

Im Büro der Zollagentur Prosoi erwarten mich keine gute Nachrichten. Ein Beamter des Gesundheitsministeriums blockiert die Freigabe eines gespendeten Ultraschallgeräts aus Australien. Die Lastwagen aus Deutschland stehen zwar mittlerweile in einer Lagerhalle im Hafen, aber vom notwendigen Dokument aus Deutschland fehlt noch jede Spur. Doch so richtiges Kopfzerbrechen macht Container Nr. 14, der in zwei Tagen den Hafen von Callao erreichen wird.

Einige Medikamente in der Ladung sollen einer Augeninspektion unterzogen werden, was bedeutet, dass alle 152 Kisten aus dem Container geräumt werden müssten. Für den Import der 50 neuen Telefone muss ein Schriftstück aus Übersee herbeigeschafft werden genauso wie für die Freigabe der beiden Kühltruhen.

Die ersten Telefongespräche lassen nichts Gutes ahnen. Nun beginnt das übliche kreuz und quer durch Lima. Wegen der Hitze nehme ich den Schlips ab doch auf das Jacket kann ich bei den Behördenbesuchen nicht verzichten.

Am Nachmittag bahnt sich endlich ein Durchbruch an. Um 16:30 Uhr kann ich dem Direktor der peruanischen Medikamentenbhörde “Digemid” die Geschichte von Diospi Suyana erzählen. Eine kurzfristig anberaumte Expertenrunde sucht 40 Minuten später nach einer Lösung bei der Einfuhr unserer Medikamente.

Um 18 Uhr treffe ich dann den Chef einer weiteren Behörde, die für die Ausstattung und Kontrolle aller peruanischen Krankenhäuser zuständig ist.

Der Direktor will bei der Freigabe des Ultraschallgerätes helfen. Ich atme tief durch und danke Gott für die positive Wendung des Tages.

Related Links

Click to access the login or register cheese